Please use this identifier to cite or link to this item: http://doi.org/10.25358/openscience-5801
Authors: Christ, Tobias
Title: »letzte Politur«? : Hölderlins Elegie »Der Wanderer« in den Nachbearbeitungen von Schiller und Matthisson
Online publication date: 6-May-2021
Language: german
Abstract: Hölderlin war wenig erfolgreich bei dem Versuch, sich mit seiner Lyrik gegen die zeitgenössischen Geschmacksanforderungen zu behaupten. Davon zeugt die Publikationsgeschichte seiner Elegie »Der Wanderer«. Erstmals 1797 bei Schiller für Die Horen eingereicht, erfuhr der Text in der Folge mehrfache Nachbearbeitungen: zunächst durch Hölderlin selbst, dann durch Schiller und schließlich durch Matthisson, der für den Abdruck in seiner Lyrischen Anthologie (1806) wiederum tiefgreifende Anpassungen vornahm. Die Überarbeitungen beider erfolgreichen Lyriker verbannen den ursprünglichen Reflexionsgehalt und glätten die formale und bildliche Dynamik zugunsten von Anschaulichkeit und Gefälligkeit. Dies gibt Aufschluss über die zeitgenössischen Geschmackskonventionen und damit über die Erfolgsvoraussetzungen für Lyrik um 1800, von denen sich Hölderlin mit der Herausbildung seines Individualstils zunehmend entfernte.
DDC: 800 Literatur
800 Literature and rhetoric
Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Department: FB 05 Philosophie und Philologie
Place: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-5801
Version: Published version
Publication type: Zeitschriftenaufsatz
License: CC-BY
Information on rights of use: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Journal: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte
94
Pages or article number: 465
500
Publisher: Springer
Publisher place: Berlin u.a.
Issue date: 2020
ISSN: 2365-9521
Publisher's URL: https://doi.org/10.1007/s41245-020-00120-4
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