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Recent Submissions

  • Item type: Item , ZeitschriftenaufsatzAccess status: Open Access ,
    Hermann Weyl: “Raum ⋅ Zeit ⋅ Materie: Vorlesungen über allgemeine Relativitätstheorie”
    (2025) Sauer, Tilman
    In the history of the general theory of relativity, the significance and impact of Hermann Weyl’s monograph Raum ⋅ Zeit ⋅ Materie can hardly be underestimated. From a mathematical point of view, its first publication in 1918 is perhaps of equal importance as the publication of the relativistic field equations by Einstein in late 1915 which constituted the theory in the first place. Weyl’s book is, in fact, the first comprehensive mathematical exposition of the new relativistic theory of gravitation. It presented the new tensorial formulation of a physical theory in a way that not only put a rather idiosyncratic formulation on a new level of mathematical sophistication but also introduced a generation of mathematicians to an exciting new field of research in mathematical physics. It also introduced, especially in its later editions, a number of conceptual and technical innovations of its own that have born fruit in the further development of the theory. The book saw five heavily revised editions in rapid succession until 1923. The final, fifth edition has recently been reprinted, with extensive historical and technical introduction and commentary, by Domenico Giulini and Erhard Scholz.
  • Item type: Item , ZeitschriftenaufsatzAccess status: Open Access ,
    Neoadjuvante Chemoimmuntherapie gefolgt von einer dosis- und volumenreduzierten Chemoradiotherapie bei lokal fortgeschrittenen Kopf-Hals-Karzinomen
    (2025) Kaufmann, Justus; Drabke, Sophia; Schmidberger, Heinz
    Hintergrund der Arbeit Im Gegensatz zu HPV-assoziierten Kopf-Hals-Tumoren (KHT) ist die definitive Chemoradiotherapie (CRT) lokal fortgeschrittener nicht-HPV-assoziierter KHT weiterhin mit hoher Toxizität und verbesserbarer lokaler Kontrolle verbunden. Während die alleinige Immuntherapie in der palliativen Situation zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose führt, konnten verschiedene Phase-III-Studien zur Kombination von Radio- und Immuntherapie keine Verbesserung bezüglich der Nebenwirkungen und der lokalen Kontrolle zeigen. Die hier diskutierte Studie testet eine Deeskalation der Radiotherapie zugunsten einer intensivierten Chemoimmuntherapie. Patienten und Methodik In dieser einarmigen monozentrischen Phase-II-Studie wurden 36 Patienten behandelt. Nach einer neoadjuvanten Chemoimmuntherapie mit 3 Zyklen Nivolumab und Carboplatin/Paclitaxel (N + CP) wurden die Patienten auf Basis des bildmorphologischen Tumoransprechens stratifiziert. Patienten mit einer „deep response“ (über 50 %ige Tumorreduktion nach RECIST v1.1) erhielten eine deeskalierte CRT mit einer Schonung der elektiven Lymphabflusswege (entweder 66 Gy in 33 Fraktionen mit Cisplatin oder 66 Gy in 44 Fraktionen zweimal täglich und Paclitaxel, 5‑FU und Hydroxyurea [TFHX]). Patienten ohne ausreichendes Therapieansprechen erhielten die Standardtherapie (entweder 70 Gy in 35 Fraktionen mit Cisplatin oder 75 Gy in 50 Fraktionen zweimal täglich mit TFHX). Ergebnisse 35 Patienten erhielten 3 Zyklen N + CP. Nach Neoadjuvanz zeigten 86 % der Patienten ein Ansprechen nach RECIST, 53 % zeigten eine „deep response“ und wurden mit einer deeskalierten CRT behandelt. Nach 2 Jahren gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen progressionsfreiem (69 % in beiden Gruppen) und Gesamtüberleben (deeskalierte CRT: 74 %, Standard-CRT: 79 %). Die Patienten mit deeskalierter CRT hatten signifikant weniger Akuttoxizität, wobei es keine Unterschiede in der Rate an Grad-3-Toxizität gab. Schlussfolgerungen der Autoren der Originalarbeit Die neoadjuvante Chemoimmuntherapie zeigte ein gutes Ansprechen. Eine deeskalierte CRT war mit einem guten Überleben und einer etwas geringeren Rate an Akuttoxizität verbunden.
  • Item type: Item , ZeitschriftenaufsatzAccess status: Open Access ,
    Dosisreduktion der elektiven Lymphabflussbestrahlung bei Kopf-Hals-Karzinomen : bereit für die klinische Routine?
    (2025) Kaufmann, Justus; Rühle, Alexander; Böke, Simon
    Hintergrund der Arbeit Die Bestrahlung der elektiven Lymphabflusswege ist ein nicht unwesentlicher Faktor für die Entwicklung von Langzeitnebenwirkungen einer Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren. Die hier diskutierte Studie untersucht die Sicherheit und Effektivität einer Bestrahlung mit reduzierter Dosis im elektiven Lymphabflussgebiet. Patienten und Methodik In die multizentrische randomisiert-kontrollierte UPGRADE-RT-Studie wurden Patienten mit neu diagnostizierten Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen im Oropharynx, Larynx oder Hypopharynx (cT2–4 cN0–2c cM0, 7. TNM-Klassifikation) eingeschlossen, die sich nicht für eine simultane Chemotherapie qualifizierten [1]. Die Patienten wurden in einem 2:1-Verhältnis (43 Gy vs. 50 Gy, jeweils in 33–34 Fraktionen, im elektiven Lymphabflussgebiet) randomisiert. Primärer Endpunkt war die normale Ernährungsfunktion nach einem Jahr, bestimmt anhand der Performance Status Scale for Head and Neck (PSS-HN), sekundärer Endpunkt die Häufigkeit von Rezidiven im elektiv bestrahlten Lymphabflussgebiet. Ergebnisse Zwischen 2016 und 2022 wurden 300 Patienten randomisiert, von denen 295 in die Analyse eingeschlossen wurden. Es gab keine Unterschiede zwischen den Gruppen, sowohl bezüglich des primären Endpunkts, der regulären Ernährung nach einem Jahr (Dosisreduktion: 91,6 Punkte vs. Standarddosis: 92,6 Punkte), als auch bezüglich der 2‑Jahres-Rezidivrate im elektiven Lymphabflussgebiet (Dosisreduktion: 4,9 % vs. Standarddosis: 4,3 %). In einer explorativen Analyse zeigten sich jedoch eine niedrigere Rate an höhergradiger Dysphagie und eine bessere xerostomiebezogene Lebensqualität in der Gruppe, welche die reduzierte Dosis im elektiven Lymphabflussgebiet erhalten hatte. Schlussfolgerungen der Autoren der Originalarbeit Die UPGRADE-RT-Studie ist die zweite randomisierte Studie, die zeigt, dass eine Dosisreduktion im Bereich der elektiven Lymphabflusswege bei der definitiven Radiotherapie von Kopf-Hals-Tumoren sicher ist.