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Authors: Mayer, Daniel
Title: Debonding von Keramikbrackets mit Hilfe eines Er:YAG-Lasers – eine in vitro Studie –
Online publication date: 19-May-2020
Language: german
Abstract: Die Kieferorthopädie, als Teilgebiet der Zahnmedizin, beschäftigt sich mit der Prophylaxe, Diagnose und Therapie von Zahnfehlstellungen. Das Behandlungsmotiv zeigt sich zum einen in der Herstellung physiologischer Phonetik und einer orthograden Zahnstellung. Zum anderen soll das Ergebnis hohen gesellschaftlichen Schönheitsidealen in Optik und Ästhetik und damit dem sozialen Konsens entsprechen. Der Behandlungsverlauf erhält aus Patientensicht ebenfalls im Hinblick auf wenig ästhetisch beeinträchtigende Apparaturen einen hohen Stellenwert. Durch die stetige Weiterentwicklung der Keramikbrackets stellt diese Behandlungsart einen guten Kompromiss aus Ästhetik und Funktion dar. Neben diversen Risiken während der aktiven Behandlung folgt ein weiteres Risiko am Ende der Behandlung durch das klassische Debonding, das Entfernen der Brackets. Während des Ablösens mit der klassischen Bracket-Debondingzange oder Spezial-zangen der jeweiligen Hersteller werden häufig hohe Kräfte auf das Bracket und den Zahn ausgeübt. Insbesondere bei den ästhetischeren Keramikbrackets kann es aufgrund der Materialeigenschaften zu Schmelzfrakturen oder Bracketbrüchen kommen (1-3). Durch die Kraftanwendung während des Ablösevorgangs kann der Patient zusätzlich Schmerzen verspüren (4, 5). Aus den oben genannten Nachteilen beim Debonding wurden viele weitere Verfahren entwickelt, die das mechanische Debonding abgelöst haben. Zu den neusten Entwicklungen und Schwerpunkt dieser Studie zählt das lasergestützte Entfernen von Keramikbrackets. Diese neue Methodik löst den Haftverbund zwischen Zahn und Bracket ohne mechanische Krafteinwirkung auf den Zahnschmelz auszuüben. Diese Dissertation beschäftigt sich in einer experimentellen Untersuchung mit der Fragestellung, welche der getesteten Keramikbrackets mittels ER:YAG Laser ohne externe Krafteinwirkung abgelöst werden können. Dabei sollen zusätzlich zur ja/nein Entscheidung verschiedene Variablen protokolliert werden, wie beispielsweise die benötigten Impulse und der ARI-Index. Folgende Keramikbrackets werden untersucht: Damon Clear® (Ormco Corporation, Orange CA), Discovery® (Dentaurum GmbH & Co. KG, Ispringen, Deutschland), Clarity Ultra Selbstlegierende Klappenbrackets® (3M Unitek, Monrovia, CA) und Clarity Advanced® (3M Unitek, Monrovia, CA). Zunächst wird eine Pilotstudie mit 10 Bracket-Zahnproben zur Ermittlung der Lasereinstellungen durchgeführt. Danach werden mit der festgelegten Lasereinstellung je Gruppe 20 mit Brackets beklebte Zähne entbändert. Die Studie wird in vier Gruppen durchgeführt. Jeder Brackettyp bildet eine eigene Gruppe. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit sollen Lasereinstellungen abgeleitet werden, die in Zukunft ein sicheres Entfernen von Keramikbrackets mit Hilfe des Lasers ermöglichen. Das Risiko von Schmelzbrüchen soll auf ein Minimum reduziert werden. Zusätzlich werden durch das kraftlose Ablösen der Brackets die Schmerzempfindungen des Patienten reduziert.
DDC: 610 Medizin
610 Medical sciences
Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Department: FB 04 Medizin
Place: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-4993
Version: Original work
Publication type: Dissertation
License: in Copyright
Information on rights of use: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Extent: 98 Blätter
Appears in collections:JGU-Publikationen

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