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Autoren: Oster, Katharina
Titel: Lexical activation and inhibition of cognates among translation students
Online-Publikationsdatum: 2-Sep-2019
Sprache des Dokuments: Englisch
Zusammenfassung/Abstract: In der Translationswissenschaft wird davon ausgegangen, dass kognitive Prozesse für die Wahl von Wörtern und Satzstrukturen in Übersetzungen verantwortlich sind und dass sich diese Prozesse mit wachsender Übersetzungserfahrung verändern. Diese Annahmen wurden bisher kaum empirisch untersucht. Eine im Rahmen dieser Arbeit durchgeführte Vorstudie zeigte, dass die Wortwahl in Übersetzungen tatsächlich mit der Übersetzungserfahrung korreliert: Erfahrenere Übersetzungsstudierende verwenden weniger Kognaten als Anfänger. In dieser Dissertation sollte daher der Frage nachgegangen werden, ob sich auch Unterschiede bei der kognitiven Verarbeitung von Kognaten beim Übersetzen feststellen lassen. Nach der psycholinguistische Literatur, sind vor allem die Struktur des mentalen Lexikons sowie mentale Kontrollprozesse für die Verarbeitung von Kognaten beim Übersetzen verantwortlich und könnten sich möglicherweise mit steigender Übersetzungserfahrung verändern. In einer Hauptstudie wurde daher untersucht, ob sich diese kognitiven Aspekte mit steigender Übersetzungserfahrung verändern. Dafür nahmen 40 Übersetzungsstudierende an einem Word-Translation Test teil, der Kognaten und Kontrollwörter enthielt. Gemessen wurden Reaktionszeiten, die Aufschluss über die Strukturen im mentalen Lexikon geben können, sowie ereigniskorrelierte Potentiale, die mentale Kontrollprozesse widerspiegeln. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Struktur des mentalen Lexikons und mentale Kontrollprozesse stark gegenseitig beeinflussen, ein Einfluss der Übersetzungserfahrung konnte jedoch nicht beobachtet werden. Die Bedeutung dieser Ergebnisse für die Translationswissenschaft wird diskutiert.
In translation studies, it is assumed that cognitive processes are responsible for the choice of words and sentence structures for the target texts and that they change with translation experience. This assumption has hardly been empirically investigated yet. A prestudy showed that the use of words does indeed correlate with translation experience: The number of cognates in translations decreased with increasing experience. In this theses, I therefore investigated whether the mental processes responsible for cognate processing also change with translation experience. According to the psycholinguistic literature, especially the structure of the mental lexicon and inhibition processes are responsible for the processing of cognates during translation and might also change with increasing translation experience. In the main study of this thesis, I therefore investigated whether these aspects of translation change in translation students. For this purpose, 40 participants translated single cognates and non-cognates in a word-translation test. Reaction times (indicator of the structure of the mental lexicon) as well as event-related potentials (indicator of inhibition) were measured. The results showed that the structure of the mental lexicon and inhibition go hand in hand, but these aspects of translation did not correlate with translation experience. Implications of these results for translation studies are discussed.
DDC-Sachgruppe: 400 Sprache
400 Language
Veröffentlichende Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Organisationseinheit: FB 06 Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft
Veröffentlichungsort: Mainz
ROR: https://ror.org/023b0x485
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-3748
URN: urn:nbn:de:hebis:77-diss-1000030756
Version: Original work
Publikationstyp: Dissertation
Nutzungsrechte: Urheberrechtsschutz
Informationen zu den Nutzungsrechten: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Umfang: 173 Seiten
Enthalten in den Sammlungen:JGU-Publikationen

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