Harmonielehre : cours d‘harmonie théorique et pratique
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Der Cours d’harmonie théorique et pratique von François Bazin dürfte zu den unbekanntesten musiktheoretischen Publikationen des 19. Jahrhunderts zählen, obwohl er zu den meistgelesenen Werken dieses Bereichs zumal im französischsprachigen Raum gehört. Dieses Buch nimmt aufgrund seiner qualitativ wie quantitativ herausragenden Eigenschaften eine Sonderstellung innerhalb der schier unübersehbaren Menge der in der zweiten Jahrhunderthälfte in Frankreich entstandenen theoretischen Lehrwerke ein: Bazins Lehrwerk, aus der Tradition Cherubinis und Halévys hervorgehend, kann als Musterexemplar einer Harmonielehre gelten, die alle relevanten Elemente des Unterrichts enthält, wie er um die Mitte des 19. Jahrhunderts am Pariser Conservatoire erteilt wurde. Zugleich kann Bazins kompakte, auf den Prinzipien des Generalbasses gegründete Darstellung bei der Vergegenwärtigung der Musik des 19. Jahrhunderts helfen, in ihrer Analyse und Vermittlung – als Kernaufgabe einer historisch informierten Musiktheorie.
