Please use this identifier to cite or link to this item: http://doi.org/10.25358/openscience-1217
Authors: Gimbel, Timo
Title: Die Debatte über die Ziele des Vierten Kreuzzugs : ein Beitrag zur Lösung geschichtswissenschaftlich umstrittener Fragen mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Instrumente
Online publication date: 20-Aug-2015
Language: german
Abstract: Der Rational-Choice-Ansatz (RCA) hat in den letzten Jahrzehnten eine weite Ver-rnbreitung in vielen sozialwissenschaftlichen Disziplinen erfahren. Insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten gab es wiederholte Bemühungen, den RCA auchrnauf geschichtswissenschaftliche Fragestellungen und Themen anzuwenden. Ein interssanter Ansatz dafür ist eine integrative Methodik, die unter der Bezeichnung „Analytic Narrative“ bekannt wurde. Damit wird versucht, die klassische narrative Form der Erklärung historischer Phänomene mit spieltheoretischen Modellierungen zu verbinden. Inspiriert durch diesen Ansatz geht die vorliegende Untersuchung der Frage nach, in welcher Form und unter welchen Umständen der RCA als analytische Grundlage für historische Themenfelder und Fragestellungen geeignet sein mag. Dies wird nicht nur theoretisch, sondern an einem historischen Beispiel untersucht. Konkreter Betrachtungsgegenstand der Arbeit ist der Vierte Kreuzzug. Vor über 800 Jahren endete dieser mit der Eroberung und Plünderung Konstantinopels sowie der Zerschlagung des Byzantinischen Reichs. Seit mehr als 150 Jahren streiten Historiker über die Ursachen für diese Ereignisse. Die theoretischenrnGrundpositionen, die innerhalb dieser Debatte durch einzelne Historiker einge-rnnommen wurden, dienen als Ausgangspunkt für die hier verfolgte Untersuchung.rnEs wird gezeigt, dass die Daten, die uns über den Vierten Kreuzzug vorliegen,rndie Möglichkeit eröffnen, verschiedene auf dem RCA basierende Analyseverfah-rnren zur Anwendung zu bringen. Das zentrale Ziel der Analyse besteht darin, ausrnden vorhandenen Quellen neue Einsichten in die strategischen Handlungsoptionen der für den Verlauf des Kreuzzugs relevanten Akteure zu generieren undrnüberdies ein Höchstmaß an Überprüfbarkeit zu gewährleisten.
Over the past decades, the Rational Choice Approach (RCA) has become therndominant approach a broad distribution in most social sciences. Particularly inrnthe last two decades, some efforts were also made to apply the RCA to historicalrnissues and topics. One salient example is the integrative methodology commonlyrnknown as „Analytic Narrative“. Its proponents attempt to combine classical narrative forms of explaning historical phenomena with game-theoretic modeling. Inspired by that approach, this study examines how and under what circumstancesrnthe RCA can be used as an appropriate analytical basis for historical themes andrnissues. This research question is investigated not merely theoretically, but for the specific historical case of the Fourth Crusade which ended, more than 800 years ago, with the conquest and the sacking of Constantinople as well as the destruction of the Byzantine Empire. For more than 150 years historians have been disputing about a plausible explanation for these events. The different theoretical positions defended by particular historians in this debate serve as the starting point of this enquiry. It is shown that the data we possess about the Fourth Crusade make it possible to apply analytical methods based on the RCA. The main objective of the analysis is to generate new insides from the available sources and to ensure a maximum of verifiability.
DDC: 900 Geschichte
900 Geography and history
Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Department: FB 02 Sozialwiss., Medien u. Sport
Place: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-1217
Version: Original work
Publication type: Dissertation
License: in Copyright
Information on rights of use: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
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