Demografische Besonderheiten der Besucher der Sehbehindertenambulanz einer Universitätsaugenklinik

dc.contributor.authorAlsheikheh, Mouhammad Theb
dc.date.accessioned2026-06-01T09:30:00Z
dc.date.issued2025
dc.description.abstractDie vorliegende retrospektive epidemiologische Studie untersucht die demografischen und klinischen Besonderheiten der Patienten der Sehbehindertenambulanz der Universitätsaugenklinik Mainz im Zeitraum von 2017 bis 2020. Ziel der Arbeit war die Analyse alters- und geschlechtsspezifischer Ursachen der Sehbehinderung sowie die Erfassung von Sehbehinderungsgraden, Komorbiditäten, Refraktionsfehlern, verordneten Sehhilfen und sozialmedizinischen Unterstützungsmaßnahmen. Insgesamt wurden die Daten von 300 Patienten ausgewertet. Die Klassifikation der Sehbehinderung erfolgte anhand der WHO-Definition. Das durchschnittliche Alter der Patienten betrug 69,8 ± 22,2 Jahre, wobei Frauen signifikant häufiger vertreten waren als Männer. Insgesamt waren 233 Patienten gemäß WHO-Kriterien sehbehindert oder blind. Die größte Patientengruppe bildeten Personen im Alter von über 80 Jahren. Die häufigste Ursache der Sehbehinderung war die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) mit 55,7 %, gefolgt von Glaukom (13 %), hereditären bzw. sonstigen Retinopathien (11 %), Optikusatrophie (9 %), Myopia magna (5 %) sowie diabetischer Retinopathie (3 %). Während bei jüngeren Patienten insbesondere Retinopathien und Optikusatrophien dominierten, nahm der Anteil der AMD mit steigendem Alter deutlich zu und erreichte bei Patienten über 80 Jahren 84 %. Frauen waren häufiger von AMD betroffen. Zusätzlich zeigten sich zahlreiche internistische Komorbiditäten, insbesondere arterielle Hypertonie und kardiovaskuläre Erkrankungen. Vergrößernde Sehhilfen wurden häufig verordnet bzw. lagen bereits vor, insbesondere Lupen und Bildschirmlesegeräte ( abhängig vom Sehbehinderungsgrad ). Darüber hinaus wurden Schwerbehindertenausweise sowie Ansprüche auf Blindengeld häufig erstmals im Rahmen der ambulanten Betreuung initiiert oder aktualisiert. Die Ergebnisse verdeutlichen den erheblichen Einfluss der demografischen Alterung auf die zukünftige Zunahme von Sehbehinderung und Blindheit, insbesondere durch altersassoziierte ophthalmologische Erkrankungen.de
dc.identifier.doihttps://doi.org/10.25358/openscience-15081
dc.identifier.urihttps://openscience.ub.uni-mainz.de/handle/20.500.12030/15102
dc.identifier.urnurn:nbn:de:hebis:77-deff6237-78da-4639-9b5d-b2ce7efc46b70
dc.language.isoger
dc.rightsCC-BY-ND-4.0
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/
dc.subject.ddc610 Medizinde
dc.subject.ddc610 Medical sciencesen
dc.titleDemografische Besonderheiten der Besucher der Sehbehindertenambulanz einer Universitätsaugenklinikde
dc.typeDissertation
jgu.date.accepted2026-05-06
jgu.description.extent72 Seiten ; Diagramme
jgu.identifier.uuiddeff6237-78da-4639-9b5d-b2ce7efc46b7
jgu.organisation.departmentFB 04 Medizin
jgu.organisation.nameJohannes Gutenberg-Universität Mainz
jgu.organisation.number2700
jgu.organisation.placeMainz
jgu.organisation.rorhttps://ror.org/023b0x485
jgu.organisation.year2025
jgu.rights.accessrightsopenAccess
jgu.subject.ddccode610
jgu.type.dinitypePhDThesisen_GB
jgu.type.resourceText
jgu.type.versionOriginal work

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