Der tote Körper. Untersuchungen zu Konzepten vom Leichnam im Alten Ägypten

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Der tote Körper. Untersuchungen zu Konzepten vom Leichnam im Alten Ägypten Tod und Verwesung scheinen auf den ersten Blick eher abschreckende Themen zu sein. Anderseits jedoch sind sie ungemein faszinierend, da letztendlich kein Lebewesen dem eigenen Tod entrinnen kann. So wird in vielen (gegenwärtigen und vergangenen) Kulturen der Beschäftigung mit der eigenen Vergänglichkeit ein großer Stellenwert eingeräumt. In besonderem Maße scheint dies für das Alte Ägypten zu gelten, da die verschiedenen Verfahren zur artifiziellen Erhaltung des menschlichen Körpers (= Mumifizierung) sowie entsprechende archäologischen Funde (= Mumien) untrennbar mit dieser Kultur assoziiert werden. Bislang wurde jedoch versäumt, zu eruieren, auf welche Weise ein toter Körper in altägyptischen Texten benannt, umschrieben, expliziert und konzeptualisiert werden konnte. Dies ist umso erstaunlicher, da man vor allem aus den schriftlichen Quellen erfährt, welche Vorstellungen aus emischer Perspektive zum Leichnam existierten. In dieser Studie werden daher erstmals sämtliche altägyptischen Lexeme untersucht, welche die Bedeutung „toter Körper“, „Mumie“ oder „Leichnam“ tragen können. Hier deuten unterschiedliche Übersetzungen von Lexemen wie XA.t („Leichnam“) und saH („Mumie“) bereits an, dass es aus altägyptischer Sicht verschiedene Konzeptionen vom toten Körper gegeben haben muss. Darüber hinaus lassen sich Erkenntnisse zu spezifischen Wortbedeutungen anhand der verschiedenen Klassifikatoren der jeweiligen Lexeme gewinnen. Neben der umfassenden lexikographischen Analyse werden zudem übergreifende Konzepte vom Leichnam aufgedeckt und anhand zahlreicher Textbeispiele diskutiert. Die Aussagen der schriftlichen Quellen werden zusätzlich mit ikonographischen Darstellungen und archäologischen Hinterlassenschaften verglichen. Auf diese Weise lässt sich ermitteln, ob Veränderungen der Einbalsamierungstechniken oder der äußeren Gestaltung der Mumien in Verbindung zu einem Konzept des Leichnams stehen, dass in Textquellen ausgedrückt wurde.

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