Einfluss von kaltem Atmosphärendruck-Plasma auf die Benetzbarkeit verschiedener Dentalwerkstoffe bei unterschiedlichen Expositionszeiten
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In dieser Arbeit wurde der Einfluss von kaltem Atmosphärendruck-Plasma (CAP) auf die Benetzbarkeit verschiedener Dentalwerkstoffe (Titan, Zirkoniumdioxid, Lithiumdisilikat und Hybridkeramik) untersucht. Da die Adhäsion zwischen Restaurationsmaterialien und Zahnhartsubstanz bzw. Implantatkomponenten eine zentrale Voraussetzung für die Langlebigkeit und den klinischen Erfolg zahnmedizinischer Versorgungen darstellt, war Ziel dieser Studie, durch Plasmabehandlung die Oberflächenenergie zu erhöhen und somit die Grundlage für einen stabileren Haftverbund zu schaffen.
Hierzu wurden standardisierte Proben hergestellt und unterschiedlichen Expositionszeiten (0, 5, 10, 20 und 30 Sekunden) mit CAP ausgesetzt. Die Oberflächenrauheit wurde bestimmt und die Benetzbarkeit mittels Kontaktwinkelmessung analysiert. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduktion der Kontaktwinkel aller untersuchten Materialien, was auf eine verbesserte Benetzbarkeit hindeutet. Besonders deutliche Effekte traten bereits nach 5 bis 10 Sekunden Exposition auf; längere Einwirkzeiten führten nur zu marginalen Veränderungen. Die Rauheit blieb unbeeinflusst, sodass die Wirkung primär auf chemischen Veränderungen der Oberflächen beruht.
Die Studie verdeutlicht, dass CAP eine effiziente und schonende Methode zur Verbesserung der Adhäsion darstellen kann und somit das Potenzial besitzt, etablierte mechanische oder chemische Konditionierungsverfahren in der Zahnmedizin sinnvoll zu ergänzen oder zu ersetzen.
