Durchführung, Komplikationen und Entwöhnungsergebnisse nach Punktionstracheotomie bei Patienten nach Herz-Operationen Retrospektive Auswertung aus der Klinik für Herz-, Lungen- und Gefäßchirurgie des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern

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Hintergrund: Patienten nach Herzoperationen weisen häufig ein erhöhtes Risiko für eine prolongierte Beatmung auf. Die perkutane dilatative Tracheotomie (PDT) hat sich als standardisiertes, sicheres und effizientes Verfahren etabliert, um die Atemwegssicherung und das Weaning zu erleichtern. Dennoch fehlen spezifische Daten zu Ergebnissen und Prädiktoren des Entwöhnungserfolgs bei herzchirurgischen Patienten. Methoden: Es wurde eine retrospektive Analyse aller konsekutiven Patienten durchgeführt, die zwischen Januar 2019 und Dezember 2022 nach Herzoperationen auf der Intensivstation des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern mittels PDT behandelt wurden. Erfasst wurden demografische Daten, perioperative Parameter, Komplikationen sowie Weaning-Ergebnisse. Es erfolgten uni- und multivariate statistische Analysen zur Identifikation relevanter Risikofaktoren. Ergebnisse: In die Studie gingen 87 Patienten ein. Die PDT mittels Ciaglia Blue Rhino wurde in allen Fällen erfolgreich durchgeführt. Die durchschnittliche Eingriffsdauer betrug 13,1 ± 8,2 Minuten. Intraoperative Komplikationen waren selten; am häufigsten trat eine Blutung auf (7,9%). Es kam zu keinem Pneumothorax, keiner Hypoxie und keiner akzidentellen Extubation. Postoperativ traten Blutungen (8%), lokale Infektionen (3,4%) und Mediastinitiden (2,3%) auf; 2 Patienten (2,3%) mussten auf eine chirurgische Tracheotomie umgestellt werden. Die Entwöhnung gelang bei 65,5% der Patienten. Die Mortalität lag bei 27,6%, wobei kein Todesfall durch die Tracheotomie verursacht wurde. In der univariaten Analyse waren ein niedrigeres Alter, niedrigere präoperative CRP-Werte und ein geringerer SOFA-Score mit einer erfolgreichen Entwöhnung assoziiert. In der multivariaten Analyse blieb ein niedriger präoperativer CRP-Wert der einzige unabhängige Prädiktor. Schlussfolgerung: Die PDT ist bei herzchirurgischen Patienten mit prolongierter Beatmung ein sicheres Verfahren mit niedriger Komplikationsrate. Ein niedriger präoperativer CRP-Wert erwies sich als unabhängiger Prädiktor für ein erfolgreiches Weaning. Diese Erkenntnisse können helfen, den optimalen Zeitpunkt der Tracheotomie und die Weaningstrategien zu verbessern.

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