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Authors: Orthey, Annika
Title: Palliativtherapie des Magenkarzinoms: wissenschaftliche Aufarbeitung der Evidenzlage im Rahmen der Aktualisierung der S3-Leitlinie Magenkarzinom
Online publication date: 10-Jun-2020
Language: german
Abstract: Die vorliegende Dissertation Palliativtherapie des Magenkarzinoms: wissenschaftliche Aufarbeitung der Evidenzlage im Rahmen der Aktualisierung der S3-Leitlinie Magenkarzinom trägt zur Leitlinienerneuerung der S3- Leitlinie Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs bei. Durch die überarbeiteten Empfehlungen sollen Bereiche wie Ernährung, Psyche, Selbsthilfe und Bewegung hinsichtlich der Lebensqualität verbessert werden. Neben einer systematischen Literaturrecherche nach relevanten Leitlinien, deren Empfehlungen in den letzten 5 Jahren veröffentlicht wurden, erfolgte eine Recherche im AWMF-Leitlinienregister. Nach einer Bewertung der identifizierten Leitlinien nach dem deutschen Leitlinienbewertungsinstrument (DELBI) wurden die Empfehlungen relevanter Leitlinien mit der vorhandenen Leitlinie verglichen und überarbeitet. Die Ergebnisse beeinflussen vor allem die Ernährungstherapie. Diese wird nun bei kompromittiertem Ernährungszustand ausdrücklich empfohlen, wenn ein erhöhtes Risiko für Komplikationen besteht oder eine geplante Therapie nicht durchgeführt werden kann. Der Ernährungsstatus soll bei allen Tumorpatienten beginnend mit der Diagnosestellung, bei jeder stationären Aufnahme und jedem ambulantem Patientenkontakt beurteilt werden. Es wird eine symptomorientierte Zufuhr von Nahrung und Flüssigkeit angeraten und ein erhöhter Wert auf das Stillen von Hunger und Durst gelegt. In der Nachsorge wurde eine halbjährliche strukturierte ganzheitliche Kontrolle mit klinischer, endoskopischer sowie bildgebender Diagnostik in den ersten zwei Jahren als sinnvoll erachtet. Danach wird eine jährliche Kontrolle bis zum 5. Jahr empfohlen. Der Zugang zu psychosozialen Unterstützungs- und Behandlungsangeboten sollte für Patienten und deren Angehörigen unbedingt zur Verfügung stehen. Die Anwendung einer Misteltherapie kann ebenso zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen und wird als neue Empfehlung konkretisiert. Bei Diarrhö unter Chemotherapie kann die Gabe von Probiotika erfolgen. Aufgrund von vereinzelten Sepsisanfällen muss die Indikation jedoch streng geregelt werden. Akupunktur kann zur Linderung krebsbedingter Schmerzen und Nebenwirkungen wie Erbrechen, Übelkeit oder Fatigue eingesetzt werden und wird in einem multimodalen Programm oder palliativem Setting empfohlen. Außerdem wird eine Empfehlung zur Anwendung von achtsamkeitsbasierten Verfahren zur Verbesserung der Lebensqualität ausgesprochen. Angst, Stress, sowie depressive Stimmungen können dadurch reduziert werden.
DDC: 610 Medizin
610 Medical sciences
Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Department: FB 04 Medizin
Place: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-5062
Version: Original work
Publication type: Dissertation
License: in Copyright
Information on rights of use: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Extent: Getrennte Zählungen
Appears in collections:JGU-Publikationen

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