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Authors: Kounatidis, Jannis
Title: U-Shaped Learning and Restructuring in the Foreign Language Classroom
Online publication date: 5-May-2020
Language: english
Abstract: Even though the need of uniting findings of linguistic research in second language acquisition (SLA) and language pedagogy has been expressed by recent studies, both fields are still largely separated and do not sufficiently acknowledge what they could teach each other. EFL textbooks reduce the role of grammar to a minimum and concentrate on communication in the classroom. On the one hand, this makes sense as the ultimate goal of foreign language learning is communicative competence; on the other hand, textbooks tend to ignore the crucial role of grammar as the instrument of mastering a language. Grammar practice activities lack the insight into what learners find difficult. The knowledge of processes in L2 acquisition and interlanguage development contributes not only to identifying potential error sources, but also to promoting foreign language learning and teaching. As IL systems are dynamic, non-linear systems which are constantly being restructured, the learners’ errors and their development become analysable. Learner responses show variability, indicating their attempts to figure out the target-like rule. This dissertation focusses on the acquisition of (a) the copula be; (b) negative statements and (c) past tense formation. For each area, several questionnaires were developed, the responses were analysed both quantitatively and qualitatively, the IL development for the structure in question was determined and potential error sources were identified. The knowledge of what learners struggle with in the course of acquisition can improve current teaching materials, enable adequate interventions and provide the learners with appropriate tasks for practicing their language skills. The results of the study show that incorporating linguistic findings into the compilation process of textbooks proves constructive for second language teaching.
Die Notwendigkeit Ergebnisse linguistischer Forschung im Bereich des Fremdspracherwerbs mit wesentlichen Prinzipien der Fremdsprachdidaktik zu verbinden wurde in mehreren gegenwärtigen Studien hervorgehoben. Dennoch blieben bisher diese beiden Disziplinen und ihre Erkenntnisse weitgehend getrennt, ohne dabei voneinander zu profitieren. Lehrwerke im Bereich des Englischunterrichts reduzieren die Rolle der Grammatik auf ein Minimum und konzentrieren sich ausschließlich auf die kommunikative Kompetenz. Einerseits macht dies Sinn, zumal das Ziel des Fremdsprachenunterrichts die Kommunikationsfähigkeit in der Zielsprache ist. Andererseits neigen Lehrbücher dazu, die entscheidende Rolle der Grammatik als Instrument der Sprache und als Mittel zum Zweck, der Kommunikation, zu vernachlässigen. Grammatikübungen zeigen nicht, was Lernende als schwierig empfinden. Das Wissen um Prozesse im Fremdspracherwerb und um die Entwicklung von Interimssprachen kann dazu beitragen, potentielle Fehlerquellen zu identifizieren und somit das Fremdsprachenlehren und -lernen zu verbessern. Da Interimssprachen dynamische, nichtlineare Systeme sind, die konstant Restrukturierungsprozessen unterliegen, können so die Fehler von Lernenden analysierbar gemacht werden. Lernerbeiträge weisen Variabilität auf, die den Versuch widerspiegelt, die Regeln der Zielsprache zu durchblicken. Die Dissertation fokussiert sich auf drei Sprachstrukturen des Englischen und die unterrichtliche Vermittlung: die Formen des Kopulaverbs be, einfache und komplexe Negationen und die Bildung des Präteritums. Für alle Bereiche wurden Fragebögen entwickelt, die zu verschiedenen Zeitpunkten des Fremdspracherwerbs durchgeführt und qualitativ sowie quantitativ analysiert wurden, sodass die Entwicklung der Interimssprache hinsichtlich der Zielstrukturen identifiziert und potentielle Fehlerquellen herausgearbeitet werden konnten. Das Wissen darüber, was Lernende im Verlauf des Spracherwerbsprozesses als schwierig empfinden kann gegenwärtiges Lehrmaterial verbessern, indem adäquat in die Sprachentwicklung eingegriffen wird. Der Lernprozess kann so durch gezielte Übungen und Aktivitäten gesteuert werden. Die Ergebnisse dieser Dissertation zeigen, dass linguistische Erkenntnisse in den Gestaltungsprozess von Lehrmaterial eingebunden werden sollten, um den Fremdspracherwerb noch fundierter zu unterstützen.
DDC: 400 Sprache
400 Language
Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Department: FB 05 Philosophie und Philologie
Place: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-4864
Version: Original work
Publication type: Dissertation
License: in Copyright
Information on rights of use: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Extent: 186, viii Seiten
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