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Authors: Schmitt, Angelos
Title: Zum Stand der aktuellen Diskussion des globalen Klimawandels : Versuch einer kritischen Wertung seiner Ursachen und Folgen sowie von Handlungsweisen im Licht von Wissenschaft und Öffentlichkeit
Online publication date: 21-Jan-2013
Language: german
Abstract: Mittels gründlicher Literaturrecherchen wurde dokumentiert, wie Wissenschaft, Medien, Wirtschaft und Staatsregierungen den globalen Klimawandel seit der Industriellen Revolution bewertet haben. Dabei wurde der breite wissenschaftliche Konsens über die ausschlaggebende Rolle des Treibhauseffektes dokumentiert. Kontrovers dazu wurden aber auch anderslautende Meinungen über „natürliche Faktoren“ im Klimasystem aufgezeigt. Bedenken des Verfassers bestehen zur Praktikabilität des Kyoto-Protokolls und zur politischen Anwendbarkeit der IPCC-Berichte, die in der Gefahr stehen, durch ihre nicht ableitbaren Wahrscheinlichkeitsaussagen eine wissenschaftliche Neutralität vermissen zu lassen. Im Blick auf die Klimaschutzpolitik kann Deutschland in der Welt als Vorreiter mit Einschränkungen angesehen werden. Die anwendungsbezogene Klimaforschung wird in Deutschland gefördert, in den USA dagegen die Grundlagenforschung, was mit der Herkunft der Klimaskeptiker einhergeht, die vorwiegend aus dem angloamerikanischen Kulturkreis stammen und kaum aus Deutschland kommen. Dies spiegelt sich als roter Faden in den Forschungsergebnissen verschiedener Medienwissenschaftler wider, wonach die US-Medien im Gegensatz zu deutschen um eine Balance zwischen anthropogenen und natürlichen Ursachen des Klimawandels bemüht sind. Ein in den USA medial präsentierter scheinbarer Dissens der Klimaforschung findet sich als Abbild in heterogenen klimaschutzpolitischen Ausrichtungen der USA auf föderaler und bundesstaatlicher Ebene wieder, wohingegen sich in Deutschland der wissenschaftliche Konsens und die mediale Berichterstattung in einer homogenen Klimaschutzpolitik niederschlagen.
An exhaustive literature review documents how the scientific community, media, business and governments have rated global climate change since the Industrial Revolution. It shows a broad scientific consensus on the crucial role of the greenhouse-gas effect. However, natural factors influencing climate change were also identified. The author doubts the feasibility of the Kyoto protocol and the political applicability of the IPCC reports, which may be considered as scientifically not neutral since their probability statements seem to be set arbitrarily. Germany can be considered as a pioneer in climate change policy in the world. It actively promotes applied climate research in contrast to the US which does more basic research which is connected with the origin of the climate sceptics who tend to be Anglo-American, not German. This is reflected as a central theme in the research findings of media scholars. The US media unlike the German media are trying to find a balance between natural and anthropogenic causes of climate change. Since there is no common research focus in the USA, the policies towards climate change vary on state and federal levels. However, in Germany scientific consensus and media coverage reflect a homogeneous climate policy.
DDC: 550 Geowissenschaften
550 Earth sciences
Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Department: FB 09 Chemie, Pharmazie u. Geowissensch.
Place: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-4371
Version: Original work
Publication type: Dissertation
License: in Copyright
Information on rights of use: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Extent: 368 S.
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