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Authors: Wölfinger, Pascal
Title: Rekonstitution regulatorischer T-Lymphozyten nach allogener Stammzelltransplantation und ihre Bedeutung bei der Entstehung einer GVHD
Online publication date: 15-Nov-2018
Language: german
Abstract: Diese Promotionsschrift beschreibt einige Aspekte über die Rolle von Treg in Bezug auf die GVHD nach aHSZT. Es konnten weitere Hinweise dafür erbracht werden, dass Treg in Patienten, die unter einer GVHD leiden, funktionell beeinträchtigt sind: Wie in der Einleitung beschrieben, konnte bereits im Vorfeld gezeigt werden, dass die Rekonstitution CD52neg Treg mit dem Auftreten einer aGVHD korreliert und CD52neg Treg eine geringere Expression des Treg-Aktivierungsmarkers GARP zeigten. Außerdem konnte gezeigt werden, dass CD52neg Treg keinen gpi-Anker exprimieren, der das CD52-Molekül auf der Zellmembran fixiert. Diese Ergebnisse konnten in der vorliegenden Arbeit durchflusszytometrisch bestätigt werden. Neben GARP wurde die Expression zweier anderer Marker untersucht: Die Expression des Treg-spezifischen Transkriptionsfaktors HELIOS zeigte keine auffälligen Unterschiede zwischen CD52pos und CD52neg Treg. In Bezug auf ILT3, einem Protein, dem eine Rolle in Bezug auf die Suppressionsfähigkeit von Treg zugeschrieben wird, zeigte sich, dass CD52pos Treg statistisch auffällig mehr ILT3 exprimierten im Vergleich zu CD52neg Treg. Die Unterschiede zwischen CD52pos und CD52neg Treg wurden auch funktionell in Suppressionstests untersucht- bezüglich der Suppressionsfähigkeit beider Gruppen zeigten sich jedoch uneinheitliche Ergebnisse. In einigen Patienten konnte eine verminderte Supression durch CD52neg Treg bestätigt werden. Im zweiten Teil wurde die Rolle von Treg unabhängig vom Konditionierungsregime untersucht: Es zeigte sich, dass Treg von Patienten mit akuter GVHD eine verminderte Suppressionsfähigkeit aufwiesen im Vergleich zu Treg von gesunden Probanden. In Bezug auf die chronische GVHD konnte dies nicht gezeigt werden. Um die Rolle des Serums von Patienten mit GVHD in Bezug auf die Proliferationsfähigkeit von Effektor-T-Lymphozyten zu untersuchen, wurden oben genannte Suppressionstests mit Patientenseren durchgeführt und im direkten Vergleich mit Serum gesunder Spender gegenübergestellt. Es zeigte sich, dass das Serum von Patienten mit einer akuten GVHD einen hemmenden Einfluss auf die Proliferation von Effektor-T-Lymphozyten zu haben scheint beziehungsweise die supprimierende Funktion von Treg unterstützt. Seren von Patienten nach aHSZT, die keine GVHD entwickelten, zeigten diesen Effekt nicht. Interessanterweise zeigten sich Treg, die mit Kortikosteroiden und/ oder Calcineurin-Inhibitoren inkubiert wurden nicht beeinträchtigt. Zusammenfassend lässt sich daraus schließen, dass Treg von GVHD-Patienten beeinträchtigt zu sein scheinen, die genauen Mechanismen jedoch noch nicht komplett geklärt sind und dass das Serum von GVHD-Patienten einen bedeutenden Einfluss auf die Proliferationsfähigkeit von Effektor-T-Lymphozyten hat beziehungsweise die Suppressionsfähigkeit von Treg verstärkt. Diese Effekte sind insbesondere bei Patienten mit akuter GVHD zu beobachten. Aus einem besseren Verständnis der verminderten Treg-Funktion in diesen Patienten hoffen wir in Zukunft prädiktive Marker für die Vorhersage einer akuten GVHD ableiten zu können, und somit auch Patienten zu identifizieren, die sich besonders für therapeutische Ansätze mit regulatorischen T-Zellen eignen.
DDC: 610 Medizin
610 Medical sciences
Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Department: FB 04 Medizin
Place: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-1191
URN: urn:nbn:de:hebis:77-diss-1000023775
Version: Original work
Publication type: Dissertation
License: in Copyright
Information on rights of use: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Extent: 145 Blätter
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