Einfluss von Levosimendan auf den zerebralen Reperfusionsschaden nach Ischämie

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Die vorliegende Dissertation widmet sich der Untersuchung von Levosimendan im postarrest-Setting bei einer iatrogenen No-Flow-Situation. Sie richtet ein Augenmerk auf die komplexen pathophysiologischen sowie pharmakologischen Auswirkungen des Medikaments und des Herz-Kreislauf-Stillstandes: Insbesondere werden den Effekten während der Genese eines cerebralen Reperfusionsschadens, den damit einhergehenden neuropathologischen Veränderungen sowie den Auswirkungen von Levosimendan hierauf Beachtung geschenkt. Die Ischämie-Reperfusionsdynamik ist hierbei von besonderer Gewichtigkeit. Eine grundlegende pharmakologische Therapieoption ist bis heute Gegenstand aktueller Untersuchungen. Der Kern dieser Dissertation befasst sich mit einer umfangreichen, dreifach verblindeten Untersuchung der pharmakologischen Intervention mittels Levosimendan am Schweinemodell, um mögliche protektive Effekte und Mechanismen zu erkennen und zu verstehen. Die Daten der Vitalparameter zeigen im Mittelwert eine Reduktion des generierten Laktats unter Levosimendan-Therapie. Außerdem konnte im Mittelwert ein deutlich reduzierter Verbrauch des Norephinephrins zur Kreislauftherapie beobachtet werden. Alle weiteren Parameter waren in ihrer Dynamik gleichwertig oder nicht überlegen oder nicht unterlegen. In den molekularen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Levosimendan insbesondere in sauerstoffsensitiven cerebralen Arealen zu einer Zunahme der Konzentration von TNF-alpha führen kann. Dies könnte paradoxerweise einen möglichen indirekten Effekt der verbesserten Reperfusion darstellen. In der histologischen Volumetrie wurden in der Auswertung der HE-Färbungen keine Unterschiede in der Anzahl der vitalen Neurone sichtbar. In den neuronenspezifischen Nissl-Färbungen konnte jedoch eine höhere Rate von vitalen Neuronen identifiziert werden. Dies ist in der statistischen Datenanalyse allerdings als nicht signifikant bewertet worden. Die Ergebnisse dieser Dissertation legen nahe, dass Levosimendan die Eigenschaft zur Modulation von Entzündungsreaktionen, die Fähigkeit zur Verbesserung der Eigenschaften der zellulären Überlebensmechanismen hat sowie die Anzahl vitaler Neurone erhöhen kann. In der Zusammenschau dieser Effekte könnte Levosimendan darüber hinaus oxidativen Stress reduziert und somit einen cerebralen Reperfusionsschaden moduliert haben. Die Fragestellung dieser Dissertation ‚Einfluss von Levosimendan auf den zerebralen Reperfusionsschaden nach Ischämie‘ konnte adäquat untersucht und aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen werden. Aus ebendiesen Erkenntnissen ergibt sich die Chance, weitere, noch spezifischere Untersuchungen durchzuführen, um somit potentielle Ergebnisse erneut und spezifischer zu falsifizieren.

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