Klickertraining und dessen Auswirkungen auf das Wohlbefinden der F1-Generation des Crl:CD1(ICR) und des C57BL/6JRj Mausstamms

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Die Richtlinie 63/2010/EU verlangt, dass vor jedem Experiment ein Trainingsprogramm durchgeführt werden muss, um das Wohlbefinden der Tiere durch Stressreduktion zu erhöhen. Diese Dissertation untersucht den Einfluss des Klickertrainings, einer Refinementmethode, auf die Mausstämme Crl:CD1(ICR) und C57BL/6JRj. Das Klickertraining, welches bereits seit langem in der Forschung als nützliche Trainingsmethode etabliert ist, wird eingesetzt, um die Interaktion und Handhabung durch den Experimentator zu verbessern und den Stress der Tiere zu reduzieren. Ziel dieser Arbeit war es, die Auswirkungen des Klickertrainings auf biochemische und verhaltensbezogene Wohlbefindensmarker bei dem Crl:CD1(ICR) und dem C57BL/6JRj Mausstamm zu bewerten und zu prüfen, ob die Effekte auf ihre Nachkommen übertragbar sind. Zur Analyse wurden die Trainingserfolge, die Interaktionszeit mit dem Experimentator, eine Reihe von Verhaltenstests (EPM, OF, NBT, SPT und FST) sowie das Stresshormon Corticosteron mittels computergestützter Auswertungssysteme analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Klickertraining keine signifikanten Auswirkungen auf das Angst- und Depressions-assoziierte Verhalten sowie auf das Stresshormon bei dem Crl:CD1(ICR) und dem C57BL/6JRj Mausstamm hat. Dennoch deuten die signifikanten Trainingserfolge darauf hin, dass die Konditionierung durch das Klickertraining erfolgreich war. Für den Crl:CD1(ICR) Stamm kann die Klickereinführungszeit von 10 Minuten auf 5 Minuten reduziert werden. Wiederholtes Training mit den Crl:CD1(ICR) Müttern veränderte das Verhalten nicht, verbesserte jedoch die Interaktionszeit mit dem Experimentator und das Explorationsverhalten. Eine Übertragung des positiven Effektes vom Klickertraining erfolgt nur bei den männlichen Nachkommen des Crl:CD1(ICR) Stammes und nur unter Berücksichtigung der Interaktionszeit. Eine Reduktion des Stresshormonspiegels konnte nicht nachgewiesen werden, wobei die generell niedrigen Plasmakonzentrationen zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus wurden stammes- und geschlechtsspezifische Unterschiede beobachtet, was eine Anpassung des Klickertrainingsprotokolls erforderlich macht. Diese Dissertation zeigt, dass das Klickertraining unter stressfreien Bedingungen keine großen Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Mäuse hat, da das Wohlbefinden bereits sehr hoch ist. Aufgrund des hohen Wohlbefindens der Tiere weichen die Parameter nicht stark voneinander ab und es sind keine Auswirkungen des Trainings auf die Versuchsergebnisse zu befürchten. Es kann jedoch die freiwillige Interaktion mit dem Experimentator sowie das explorative Verhalten fördern, was laut Literatur auf eine Verringerung von Angst-assoziiertem Verhalten und eine Verbesserung des Wohlbefindens hinweist. Das Klickertraining kann als Refinementmethode bei Mäusen angewendet werden, um die Akklimatisierung zu erleichtern, die Mensch-Tier-Interaktion und die allgemeine Handlhabung zu verbessern. Dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Wohlbefindens von Mäusen und zu einer reproduzierbareren Wissenschaft.

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