Evaluation des Argpyrimidin- und Sirtuin 6-Nachweises im cholangiozellulären Karzinom in einem Patientenkollektiv der Universitätsmedizin Mainz

dc.contributor.advisorMöhler, Markus
dc.contributor.authorWolfhard, Dorothee Larissa
dc.date.accessioned2026-07-23T08:14:52Z
dc.date.issued2025
dc.description.abstractEinleitung Das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) ist nach dem hepatozellulären Karzinom die zweithäufigste primäre maligne Lebererkrankung und weist trotz therapeutischer Fortschritte eine schlechte Prognose auf. Diese Promotionsarbeit untersucht die potenziell prognostische und funktionelle Relevanz zweier bislang wenig charakterisierter Marker: Argpyrimidin, ein Advanced Glycation Endproduct, und Sirtuin 6, eine NAD+-abhängige Deacetylase. Insgesamt wurden 245 Tumorproben immunhistochemisch analysiert und mit klinisch-pathologischen Faktoren sowie Überlebensdaten korreliert. Methoden 245 Gewebeproben von cholangiozellulären Tumoren der Universitätsmedizin Mainz wurden immunhistochemisch auf Argpyrimidin und Sirtuin 6 untersucht. Die Auswertung erfolgte nach dem Immunreaktiven Score (IRS) nach Remmele und Stegner, auf dieser Basis wurden Cut- off-Werte zur Dichotomisierung definiert. Für Sirtuin 6 wurden zusätzlich subzelluläre Lokalisation und Expression im nicht-neoplastischen Lebergewebe erfasst. Die Daten wurden mit klinisch-pathologischen Parametern und Überlebensendpunkten statistisch korreliert. Ergebnisse Argpyrimidin war häufiger bei Patienten ≥ 65 Jahren und in kleineren Tumoren nachweisbar, eine Assoziation mit dem Differenzierungsgrad bestand nicht. Ein positiver Nachweis war in einzelnen Subgruppen – u. a. bei extrahepatischem CCC, Männern und Patienten < 65 Jahren – mit verbessertem Überleben assoziiert. Sirtuin 6 wurde häufiger bei Rauchern und älteren Patienten mit intrahepatischen Tumoren exprimiert und zeigte eine variable, tumorentitätsabhängige subzelluläre Lokalisation (überwiegend zytosolisch im extrahepatischen, überwiegend nukleär im intrahepatischen CCC). Trotz fehlender Korrelation mit Tumorgröße, Metastasierung oder Differenzierung war eine Expression im Tumor beim extrahepatischen CCC und in mehreren Subgruppen mit einem verlängerten Gesamtüberleben verbunden. Zudem war der Nachweis im Tumor signifikant mit derjenigen im angrenzenden Lebergewebe assoziiert. Diskussion Die Expression von Argpyrimidin im Cholangiokarzinom unterscheidet sich von anderen Tumorentitäten, was möglicherweise auf methodische Unterschiede und eine altersabhängige Abnahme der Methylglyoxal-Detoxifikation zurückzuführen ist. Trotz widersprüchlicher Daten deuten die Ergebnisse auf eine potenzielle prognostische Relevanz von Argpyrimidin hin. Sirtuin 6 zeigte keinen klaren Effekt im Gesamtkollektiv, könnte jedoch in bestimmten klinischen Subgruppen protektive Eigenschaften besitzen. Methodische Limitationen durch fehlendes Referenzgewebe und nicht standardisierte Färbeprotokolle erschweren die Vergleichbarkeit der Befunde. Dennoch weisen beide Marker ein prognostisches Potenzial auf, aus dem sich ein Ziel für zukünftige Forschung herausstellen könnte. Weitere standardisierte Studien sind notwendig, insbesondere im Kontext personalisierter Therapieansätze. Zusammenfassung Die Daten identifizieren Argpyrimidin und Sirtuin 6 als potenziell relevante, jedoch klar kontextabhängige Marker im CCC. Beide könnten Ansatzpunkte für weiterführende biologische Analysen und zukünftige therapeutische Strategien bieten.de_DE
dc.identifier.doihttps://doi.org/10.25358/openscience-15852
dc.identifier.urihttps://openscience.ub.uni-mainz.de/handle/20.500.12030/15873
dc.identifier.urnurn:nbn:de:hebis:77-b02070f0-7fa6-459b-9911-f3de820c0e5c9
dc.language.isoger
dc.rightsCC-BY-4.0
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
dc.subject.ddc610 Medizinde_DE
dc.subject.ddc610 Medical sciencesen_GB
dc.titleEvaluation des Argpyrimidin- und Sirtuin 6-Nachweises im cholangiozellulären Karzinom in einem Patientenkollektiv der Universitätsmedizin Mainzde_DE
dc.typeDissertationde_DE
jgu.date.accepted2026-06-10
jgu.description.extentXIV, 138 Seiten ; Illustrationen, Diagramme
jgu.identifier.uuidb02070f0-7fa6-459b-9911-f3de820c0e5c
jgu.organisation.departmentFB 04 Medizinde_DE
jgu.organisation.nameJohannes Gutenberg-Universität Mainzde_DE
jgu.organisation.number2700
jgu.organisation.placeMainz
jgu.organisation.rorhttps://ror.org/023b0x485
jgu.organisation.year2025
jgu.rights.accessrightsopenAccessen_GB
jgu.subject.ddccode610
jgu.type.dinitypePhDThesisen_GB
jgu.type.resourceTexten_GB
jgu.type.versionOriginal worken_GB

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