Das Separationsmotiv. Ikonographisch-ikonologische Vergleichsstudie zu den Darstellungen eines anthropomorphen Weltbildes von der 21. bis zur 30. Dynastie

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Das bekannteste Weltbild im Alten Ägypten zeigt die Himmelsgöttin Nut, die vornübergebeugt auf Finger- und Zehenspitzen über dem Erdgott Geb steht und vom Licht- und Luftgott Schu gestützt wird. Es beschreibt die Separation von Himmel und Erde als Abschluss des Schöpfungsvorgangs und ist seit dem Alten Reich in Textform tradiert. Ab dem Beginn der 21. Dynastie wird dieses Separationsmotiv von den Priestern des Amun-Tempels in Karnak bildhaft und variantenreich umgesetzt und vor allem auf Särgen, seltener auf Papyri, dargestellt. Die Vergleichsstudie analysiert 135 Vignetten mit diesem Separationsmotiv und kommt zu dem Ergebnis, dass die Göttin Nut den oberweltlichen Himmel verkörpert und damit im wörtlichen Sinne die Basis für den zyklischen Sonnenweg bildet. Das Motiv dient der Sicherung des Sonnenlaufs und sollte den Fortbestand der Welt garantieren.

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