Evaluation des Sentimag-Verfahrens (Paramagnetismus) zur Markierung des Sentinel-Lymphknotens beim Mammakarzinom

dc.contributor.authorKonlack Ndessap, Damaris
dc.date.accessioned2024-08-15T07:23:49Z
dc.date.available2024-08-15T07:23:49Z
dc.date.issued2024
dc.description.abstractAbstrakt Hintergrund: Mammakarzinom ist die weltweit am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung und die Hauptursache für die Krebssterblichkeit bei Frauen. Der Status der axillären Lymphknoten ist einer der wichtigsten prognostischen Faktoren beim Mammakarzinom. Das Staging der axillären Lymphknoten erfolgt derzeit bei Patientinnen mit klinisch negativen Lymphknoten mittels Sentinel-Lymphknotenbiopsie. Das Standardverfahren hierfür ist die Technetium-Lymphzintigraphie mit oder ohne Patentblau. Diese Methode ist mit Lieferengpässen, Zeitaufwentigkeit und Strahlenbelastung verbunden. Des weiteren unterliegen die Handhabung und Verwendung strengen gesetzlichen Bestimmungen. In unserer Studie untersuchten wir die Effektivität und Praktikabilität des neuen radioaktivfreien Sentimag®-Verfahrens und verglichen die Detektionsrate des Sentimag®-Verfahrens mit der der Technetium-Lymphszintigraphie. Methoden: in unserer Statistik wurden 159 Patientinnen mit Mammakarzinom und unauffälligen axillären Befunden einer Sentinellymphknoten-Biopsie mittels Sentimag®-Verfahren analysiert. 29 Patientinnen (18,2 %) waren im Zustand nach primär systemischer Therapie. Die Markierung des Sentinellymphknotens erfolgte nach Aufklärung und Einverständnis der Patientinnen mit langsamer interstitieller Injektion von 1 ml Magtrace® periareolär frühestens 1 Tag und am längsten 18 Tage vor der Operation. Ein prä-und postoperatives Protokoll wurde angefertigt, welches später eine der Grundlagen der Datenauswertung darstellte. Ergebnisse: Die Auswertung zeigte keinen Unterschied zwischen Patientinnen die Magtrace ® 1 Tag vor der Operation zu denjenigen, die Magtrace® 18 Tage vor der Operation erhielten. Die Braunverfärbung der Haut fand sich in unsere Studie bei 53 (33,3 %) Patientinnen und trat bei allen Gewichtklassen auf. Es wurde keine allergische Reaktion registriert. Die intraoperative Erkennung mittels Sentimag®-Handsonde von SPIO in Magtrace® war bei Patientinnen mit Adipositas etwas abgeschwächt, wobei das Signal nach Inzision durch das subkutane Gewebe und der Pectoralisfaszie deutlicher erkennbar war. Die durchschnittliche Anzahl von Lymphknoten, die pro Eingriff mittels Sentimag®-Verfahren entfernt wurden, betrug 2,2 bei einer maximalen Exstirpation von 6 Sentinellymphknoten bei einer Patientin. Die Detektionsrate mittels Sentimag®-Verfahren lag in unserer Studie bei 98,1 %. In der im Klinikum Worms bereits 2016 vorliegenden Analyse von SNLB mit dem Standardverfahren wurde eine Detektionsrate von 95% mit Technetium-Lymphszintigraphie in Kombination mit Patentblau und 92,2 % mit Technetium-Lymphszintigraphie allein erhoben. Die intraoperative Färbung der Sentinellymphknoten zeigte sich bei 92,9% mit Magtrace® gegen 89,1 % mit Patentblau. Unsere Subgruppe mit Patientinnen nach neoadjuvanter Chemotherapie bestand aus 29 Patientinnen. Davon wurde bei 26 Patientinnen der Sentinellymphkonten nachgewiesen, was einer Detektionsrate von 90% entspricht. Alle Fälle in unsere Studie (3 Patientinnen), bei denen keine Lymphknoten sowohl akustisch (Aktivität) als auch visuell (Braunfärbung) detektiert wurden, waren im Zustand nach PST. Schlussfolgerung: Die neue sondenbasierte und visuelle magnetische Methode, das Magtrace/Sentimag®-System zum Nachweis von Sentinel-Lymphknoten bei Patientinnen mit Mammakarzinom und klinisch-sonographisch unauffälliger Axillabefund ist effektiv, praktikabel, mit weniger akute Komplikationen verbunden und zeigt vergleichbar hohe Detektionsrate wie das Standardverfahren die Technetium-Lymphszintigraphie mit oder ohne Patentblau. Die Flexibilität der Injektionstage und die Unabhängigkeit von nuklearmedizinischer Einrichtung erleichtert die Operationsplanung sowie die Patientenversorgung.de_DE
dc.identifier.doihttp://doi.org/10.25358/openscience-10548
dc.identifier.urihttps://openscience.ub.uni-mainz.de/handle/20.500.12030/10566
dc.identifier.urnurn:nbn:de:hebis:77-openscience-387d5d10-8154-402f-9c37-84d3f664b1511
dc.language.isogerde
dc.rightsInC-1.0*
dc.rights.urihttps://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/*
dc.subject.ddc610 Medizinde_DE
dc.subject.ddc610 Medical sciencesen_GB
dc.titleEvaluation des Sentimag-Verfahrens (Paramagnetismus) zur Markierung des Sentinel-Lymphknotens beim Mammakarzinomde_DE
dc.typeDissertationde
jgu.date.accepted2024-07-25
jgu.description.extent101 Seiten ; Illustrationen, Diagrammede
jgu.organisation.departmentFB 04 Medizinde
jgu.organisation.nameJohannes Gutenberg-Universität Mainz
jgu.organisation.number2700
jgu.organisation.placeMainz
jgu.organisation.rorhttps://ror.org/023b0x485
jgu.rights.accessrightsopenAccess
jgu.subject.ddccode610de
jgu.type.dinitypePhDThesisen_GB
jgu.type.resourceTextde
jgu.type.versionOriginal workde

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