Periodical sovereignty: Native American print practices and indigenous modernity, 1880-1920s

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Die vorliegende Dissertation befasst sich mit indigenen nordamerikanischen Periodika des späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Hauptziel der Arbeit war es zu zeigen, wie diese Periodika gewinnbringend als Kommunikationsmedien gelesen werden können und wie indigene serielle Publikationen als Schlüsselmedien um die Jahrhundertwende herum funktionieren. Der Fokus auf das Medium selbst, d.h., auf die Druckeigenschaften und visuell-graphischen Elemente der jeweiligen Publikationen, konnte neue Interpretationen von indigenen nordamerikanischen Periodika als Orte der Wissensproduktion und Gemeinschaftsbildung aufzeigen. Dabei wurden diese Publikationen nicht als reduktive Träger binärer Identitäten verstanden, sondern als distinktive Druckerzeugnisse die, sowohl mit sich selbst als auch mit anderen, eine fortlaufende (Neu-)Verhandlung von Identitätsverständnissen und Beharrlichkeit offenbaren. Die Kapitel der Arbeit stellen daher nicht, wie in (post-)kolonialen Studien üblich, die Gruppenidentitäten in den Vordergrund, sondern sie konzentrieren sich stattdessen auf die Art und Weise in die indigenen nordamerikanischen Druckerzeugnisse erstellt wurden und in welchem Verhältnis sie zueinanderstehen. Die Analysen charakterisieren die Drucklandschaft indigener nordamerikanischer Periodika als eine komplexe Assemblage von Publikationen, Beitragenden und Herausgeberpraktiken, wobei unterschiedliche Druckstrategien die Medienform als komplexes, mehrschichtiges und kulturhistorisches Quellenmaterial aufzeigen.

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