Die physikochemische Wechselwirkung der Kanalpositionen mit der Kristallstruktur des Berylls und daraus folgende Korrelationen aus Chemie und Spektroskopie
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Zusammenfassung
In dieser Arbeit werden Korrelationen der spurenelementchemischen und spektroskopischen Charakteristika von Beryllen mit unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten auf ihr Informationspotenzial untersucht. Die Messmethoden beinhalten polarisierte UV-VIS-NIR-Messungen, Elektronenstrahlmikrosonden- und LA-ICPMS-Messungen, Röntgenbeugung sowie Messungen mit dem Transmissionselektronenmikroskop. Zusätzlich werden standardgemmologische Untersuchungen durchgeführt und in die Ergebnisse mit einbezogen. Einschlusskombinationen werden mikroskopisch und raman-spektroskopisch charakterisiert. Im Rahmen der Auswertung werden die Multivariate Analyse, statistische Auswertungen und mathematische „Fittings“ genutzt. Dazu zählt auch die Kolorimetrie.
Zu den Ergebnissen zählt die Bestimmung von Eisen-Ionen im Beryll-Kanal und in Oktaeder-Positionen sowie die indirekt abgeleiteten Farbwirkungen durch IVCTs von Eisen verschiedener Koordinationen im Kanal und in den Oktaeder-Positionen. Für die Gemmologie relevante Zusammenhänge zwischen Wärmebehandlung, Bestrahlung, Farbursachen und den Varietäten Aquamarin und Heliodor zeigen Möglichkeiten der Farbechtheitsuntersuchung auf. Art und Menge der Moleküle im Beryll-Kanal können die Farben des Berylls, die Positionen und Wertigkeit des Eisens sowie Position und Ausrichtung der Kanal-Moleküle beeinflussen. Daraus resultieren neue Absorptionsbereiche im VIS-NIR-Bereich. Die Provenienzanalytik der Berylle ist durch die hier dargestellten Faktoren statistisch möglich. Es wurde auf zerstörungsfreie Methodik Wert gelegt.