Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://doi.org/10.25358/openscience-2774
Autoren: Laczko, Melanie
Titel: Bedürfnis- und interessenorientiertes Fremdsprachenlernen an der Hochschule : Grundlagen, Konzeption, Durchführung und Evaluation einer sanktionsfreien Lernumgebung
Online-Publikationsdatum: 3-Jan-2017
Sprache des Dokuments: Deutsch
Zusammenfassung/Abstract: Am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim wurden im Zuge der flächendeckenden Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge die bis dahin semesterbegleitenden Spracherwerbskurse für das Fach Spanisch ersatzlos gestrichen, während zeitgleich der Nachweis über Fremdsprachenkenntnisse auf dem Niveau telc1 B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens zur Zulassungsvoraussetzung wurde. Es herrschte die weit verbreitete Meinung, dass durch enorme bildungspolitische Einflussnahme sowie mit Hilfe des Computers und des Internets das Lernen im Allgemeinen und das einer Fremdsprache einfacher, attraktiver, effizienter und transparenter war als je zuvor. Doch anstatt die Studierenden, die Spanisch studieren wollten, mit der anspruchsvollen Aufgabe des autonomen Fremdsprachenlernens allein zu lassen, galt es, die L2-Lerner durch Schaffung entsprechender didaktischer und medialer Rahmenbedingungen auf dem Weg zur telc B1 Prüfung so optimal wie möglich in ihrem Selbststudium zu unterstützen. Gemeinsam mit den Studierenden wurde ein für sie völlig neuer bedürfnis- und problemorientierter Lernkontext gestaltet, der eine sinnvolle Balance zwischen Strukturiertheit und Offenheit sowie zwischen individuellen und interaktiven Tätigkeiten anstrebte, um somit Lernautonomie und Kollaboration gleichermaßen zu fördern. Ziel dieses Aktionsforschungsprojekt war es folglich den L2-Lernern zu ermöglichen, Selbstwirksamkeit zu erfahren, und einen wissenschaftlichen Beitrag zur Modernisierung des universitären Sprachunterrichts zu leisten. Teil 1 dieser Dissertation beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen, welche im Rahmen jahrzehntelanger Arbeit in der Fremdsprachenforschung und ihren Bezugsdisziplinen entstanden sind, und soll dazu dienen, Orientierungshilfen für eine optimale Organisation von Sprachlernprozessen abzuleiten. In Teil 2 werden alle Facetten der Lerngruppe Español nachgezeichnet, von den didaktischen und medialen Rahmenbedingungen über die soziodemografischen Variablen und Verhaltensvariablen der teilnehmenden Studierenden, um ein möglichst realistisches Gesamtbild der Teilnehmer, des Verlaufs der Treffen sowie der Aktivitäten innerhalb der Lerngruppenumgebung zu liefern. In Teil 3 wird das Aktionsforschungsprojekt auf seine Akzeptanz und Wirksamkeit in Bezug auf Lernprozesse und Lernerfolg ausgewertet. Auf Grundlage der dadurch gewonnenen – positiven wie negativen – Erkenntnisse sollen Gestaltungs- und Handlungsempfehlungen für zukünftige Anwendung von Blended Language Learning in der Erwachsenenbildung ausgesprochen werden.
DDC-Sachgruppe: 400 Sprache
400 Language
Veröffentlichende Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Organisationseinheit: FB 06 Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft
Veröffentlichungsort: Mainz
DOI: http://doi.org/10.25358/openscience-2774
Version: Original work
Publikationstyp: Dissertation
Nutzungsrechte: in Copyright
Informationen zu den Nutzungsrechten: https://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Umfang: xxiv, 318 Blätter
Enthalten in den Sammlungen:JGU-Publikationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei GrößeFormat 
100000921.pdf6.91 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen