Originalarbeit Präv Gesundheitsf JulianWangler1 · Michael Jansky https://doi.org/10.1007/s11553-023-01038-3 1 Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie, UniversitätsmedizinMainz, Mainz, Deutschland Eingegangen: 10. Januar 2023 Angenommen: 27. März 2023 © Der/die Autor(en) 2023 Wie verändert die regelmäßige Nutzung von Gesundheits- portalen das Verhalten von Patient*innen? – Ergebnisse einer Befragungsstudie Gesundheitsportale vereinen schen Expert*innen. Dementsprechend Wenn Patient*innen durch auf Ge- heterogene und beständige Nut- erfolgt die Zuwendung aufgrund unter- sundheitsportalen gefundene (inkor- zer*innenkreise auf sich. Sie bieten schiedlichster Nutzungsmotive. Derlei rekte) Informationen von falschen An- integrierte Lösungen zur Infor- Plattformen verfolgen teils den Ansatz nahmen ausgehen oder verwirrt bzw. mation über Gesundheits- und einer Art Health Community, was zur verunsichert sind, kann eine Nega- Krankheitsthemen, zur Einholung Herausbildung eines „harten Kerns“ re- tivfolge in einer Beeinträchtigung des medizinischen Rats oder verweisen gelmäßiger Portalbesucher*innen führt. Arzt-Patient-Verhältnisses bestehen. So zu spezialisierten Seiten. Vielfach Befragungen haben gezeigt, dass bei können Unterschiede zwischen den sind Communities entstanden, so- kontinuierlichen Nutzer*innen von Ge- Therapievorschlägen des Arztes und Be- dass sich Nutzer*innen verbreitet sundheitsportalen das Spektrum an handlungsempfehlungen im Internet zu auf einem Gesundheitsportal ih- konkurrierenden Quellen zur Gesund- einem Vertrauensverlust führen. Un- rer Wahl aufhalten. Eine Studie hat heitsinformation oft geringer ausfällt tersuchungen belegen, dass zwischen regelmäßige Nutzer*innen großer als bei anderen Gruppen – oft gibt es 10 und 18% der Patient*innen ärztliche Gesundheitsportale zu ihrenMotiven ein „Lieblingsportal“, dem entsprechend Behandlungsempfehlungen aufgrund befragt und welche Veränderungen großes Vertrauen entgegengebracht wird von Informationen aus dem Internet ihres Gesundheitshandelns bzw. [1, 2, 11]. zurückgewiesen oder eigenmächtig ab- Arzt-Patient-Verhältnisses sie seit Gesundheitsportale könnenaufgrund geändert haben [6, 15]. Ein fehlerhaftes ihrer Nutzung an sich beobachten. ihrerNiedrigschwelligkeit, anschaulicher Gesundheitshandeln mit womöglich fa- Informationsaufbereitung und Interakti- talen Konsequenzen kann hiervon die Für viele Verbraucher*innen hat das vität denWissensstandunddie Eigenver- Folge sein [2]. Auch die Entstehung von Internet bei Fragen zu Gesundheit und antwortung von Patient*innen erhöhen sich verfestigenden Gesundheitsängsten Krankheit inzwischen große Bedeutung sowie die Kompetenz zu informierten ist als längerfristige Folgewirkung nicht erlangt. Neben weit verbreiteten Such- Entscheidungen stärken. Infolgedessen auszuschließen [7, 8, 16, 21, 22]. maschinenrecherchen wird auch von ist es denkbar, dass das Gesundheits- Jenseits erster Explorationen von Ge- integrierten Gesundheitsportalen Ge- handeln profitiert. Dennoch besteht sundheitsängsten im Zusammenhang brauch gemacht [3, 4, 20]. An der Spitze gerade gegenüber kommerziellen Ge- mit der Online-Recherche [7, 8] fehlt stehen kommerzielle Angebote wie Net- sundheitsportalen der Vorbehalt, dass es an Studien, die einen konkreten Doktor mit ca. 7Mio. „unique user“ und unvollständige bzw. fehlerhafte Informa- Einfluss von Gesundheitsangeboten im monatlich über 12Mio. Seitenaufrufen. tionen vermittelt werden oder so prä- Internet auf das Gesundheitsverhalten Im Unterschied zu speziellen Online- sentiert werden, dass falsche Schlussfol- empirisch nachzuweisen versuchen. Als Gesundheitsdiensten decken Gesund- gerungen bei Patient*innen nahegelegt gesichert gilt, dass bestimmte Prädika- heitsportale ein breites Spektrum an werden.Diese Problematikwird dadurch toren vorhanden sein müssen, damit Themen undAngeboten ab. Dazu zählen verkompliziert, dass auf vielen privat be- sich entsprechende Wirkungspotenziale nicht nur Informationen über spezifische triebenenPortalenPharmaunternehmen entfalten können. So ist davon auszu- Gesundheitsthemen, sondern auchArzt- einen direkten oder indirekten Einfluss gehen, dass mögliche Wirkungen stark verzeichnisse bzw. -bewertungen oder ausüben und die Betreiber solcher Web- mit den Motiven der Zuwendung zu auch die Möglichkeit zum Austausch plattformen nicht immer ersichtlich sind Gesundheitsangeboten im Internet zu- mit Nutzer*innen und/oder medizini- [9]. sammenhängen. Powell et al. [11] sowie Prävention und Gesundheitsförderung Originalarbeit Baumann und Czerwinski [3] tragen, Methodik Erhebungsinstrument ohne Anspruch auf Vollständigkeit, vier Motivkategorien zusammen: Mittels einer Online-Befragung wur- Der Fragebogen wurde von den Autoren 4 Bedürfnis nach Rückversicherung, de zwischen September und Dezember eigenständigerarbeitet.Dabeistütztensie z.B. indem eine zweite Meinung 2022 eine Nutzer*innenbefragung in sich auf eineReihe von eigenenVorstudi- eingeholt wird. Foren von insgesamt 13 großen Ge- en zur Nutzung von eHealth-Tools (u. a. 4 Wunsch nach ergänzenden Informa- sundheitsportalen durchgeführt. Aus [15–20]) sowie Arbeiten zu den bereits tionen zur Vertiefung vorhandenen Gründen der Anonymisierung erfolgt angesprochenen Nutzungsmotiven und Wissens. in diesem Beitrag keine Offenlegung, Wirkungsannahmenzu internetbasierter 4 Veränderung der Patient*innenrolle, um welche Gesundheitsportale es sich Gesundheitskommunikation (u. a. [1–8, indem durch Informationssuche Mit- handelt. 11, 12]). und Eigenverantwortung übernom- Das Instrument setzt sich aus meh- men wird. Durchführung und Rekrutierung reren Blöcken zusammen: a) Items zur 4 Persönlicher Meinungs- und Er- Selbstbeschreibung, b) Kenntnis und fahrungsaustausch mit anderen Die Auswahl der deutschsprachigen Ge- Affinität zu Gesundheitsseiten, c) Er- Personen. sundheitsportale erfolgte über ein mehr- wartungen und Nutzungsmotive, d) me- schrittiges Verfahren. Zunächst wurde dizinischer Rat auf Gesundheitsseiten, Ein weiterer relevanter Prädikator ist über eine Suchmaschinenrecherche, bei e) Verhaltensänderungen aufgrund re- die individuelle Vertrauenszuschrei- der Schlagwörter wie „Gesundheitspor- gelmäßiger Nutzung und f) soziodemo- bung. Wie Eichenberg [7, 8] feststellt, tal“, „Gesundheitsinformationen“, „In- grafische Angaben. macht es einen Unterschied, ob ein On- formationenGesundheit undKrankheit“ line-Gesundheitsangebot lediglich mit verwendet wurden, eine allgemeine Lis- Datenanalyse kritischer Distanz und womöglich in te erstellt (insgesamt wurden 36 Portale Konkurrenz zu anderen Angeboten ge- recherchiert). Anschließendwurde diese Die Daten wurden mittels SPSS 23.0 nutzt wird oder ob die Unterstellung Liste nach gefiltert: a) Es muss sich um (IBM, Armonk/New York, USA) für von Glaubwürdigkeit so weit reicht, dass allgemeine Gesundheitsportale handeln, Windows ausgewertet. Zur Feststellung keine konkurrierenden Angebote mehr d.h. keine Seiten zu speziellen Themen; von signifikanten Unterschieden zwi- hinzugezogen werden. Ebenfalls von b) Das Portal muss die Möglichkeit ei- schen zwei Gruppen kam ein t-Test bei großer Bedeutung sind Merkmale der ner Community bieten, also nicht nur unabhängigen Stichproben zum Einsatz Persönlichkeit. Informations-, sondern auch Interakti- (Mittelwertdifferenz auf dem Niveau onsmöglichkeiten; c) Das Portal muss p< 0,001). Erkenntnisinteresse u. a.übereinDiskussionsforumverfügen. Nach Filterung verblieben 25 Portale. Ergebnisse Vor dem Hintergrund der Studienla- Anschließend wurde mit der Admi- ge, aber insbesondere der dargestellten nistration Kontakt aufgenommen und Stichprobe theoretischenErwägungenistvorstellbar, umeine formelle Erlaubnis gebeten, über dassgeraderegelmäßiggenutzteGesund- das jeweilige Diskussionsforum Befra- In die Auswertung eingegangen sind 936 heitsportale längerfristige Effekte auf das gungsteilnehmer*innen rekrutieren zu vollständig ausgefüllte Fragebögen. So- Gesundheitshandeln von Patient*innen dürfen. Diese Möglichkeit wurde von ziodemografisch lässt sich die Stichprobe haben können. Folgende Fragen stan- 13 Portalen eingeräumt. ImAnschluss an wie folgt beschreiben: den entsprechend im Mittelpunkt der die Gewährung der Durchführung wur- 4 Geschlecht: 40% männlich, 60% vorzustellenden Untersuchung: de zwischen September und Dezember weiblich, 4 Welche Motive bewegen Pa- 2022 ein Aufruf in Form eines Themen- 4 Durchschnittsalter: 53 (Minimum: tient*innen dazu, Gesundheitsportale Threads geschaltet, bei dem über das 26, Maximum: 75) Jahre, regelmäßig zu nutzen? allgemeine Thema Auskunft gegeben 4 Bildungsabschluss: Hauptschule 4 Wie wirkt sich die regelmäßige wurde (keine Incentives). 12%, Realschule 28%, (Fach-)Abitur Inanspruchnahme von Gesund- Auf Grundlage der teils einsehbaren oder höher 36%, Sonstiges 8%, k.A. heitsportalen auf das Arzt-Patient- Mitgliederzahlen schätzen die Autoren, 16%. Verhältnis aus? dass die einbezogenen Portale in Summe 4 Besteht ein Zusammenhang zwischen zwischen 8 und 10 Mio. Nutzer*innen EineAbfrage zu Beginn hat ergeben, dass Nutzungsmotiven und Wirkungen? erreichen, wobei ein unklarer Teil Ge- 62% der Befragten nach eigener Anga- 4 Welche Implikationen für das Ge- brauch von denDiskussionsforen macht. be ein oder mehrere Gesundheitsporta- sundheitswesen lassen sich aus den le häufig nutzen (eine häufige Nutzung Ergebnissen ableiten? wurde übersetzt mit „3-mal pro Woche oderhäufiger“),weitere 33%gelegentlich (selten: 5%). Unter den genutzten Porta- Prävention und Gesundheitsförderung Zusammenfassung · Abstract Präv Gesundheitsf https://doi.org/10.1007/s11553-023-01038-3 © Der/die Autor(en) 2023 J. Wangler · M. Jansky Wie verändert die regelmäßige Nutzung von Gesundheitsportalen das Verhalten von Patient*innen? – Ergebnisse einer Befragungsstudie Zusammenfassung Hintergrund. Gesundheitsportale bieten sie seit ihrer regelmäßigen Nutzung an sich Zudem bekunden viele Befragte, nach die Möglichkeit, sich ausführlich über beobachten. Online-Recherchen oftmals einenMangel an Gesundheits- und Krankheitsthemen zu Material undMethoden.Mittels einer Online- Orientierung und Entscheidungsunsicherheit informieren, weiterführenden Rat einzuholen Befragung wurden im Jahr 2022 insgesamt zu verspüren. oder Verweisen zu anderen, spezialisierten 936 Nutzer*innen von 13 großen Gesund- Schlussfolgerung. Im Lichte der Resultate Informationsportalen zu folgen. Die hohe heitsportalen anonymisiert befragt. Zur ergeben sich neue Anforderungen an die Zahl an Nutzer*innen, die sich in den Online- Feststellung von signifikanten Unterschieden Arzt-Patient-Beziehung. Nicht-kommerzielle Communities der etabliertenGesundheitspor- zwischen zwei Gruppen kam ein t-Test bei Portale zur Gesundheitsinformation sollten tale herausgebildet hat, spricht dafür, dass unabhängigen Stichproben zum Einsatz. weiter gestärkt werden. Auch sollte darüber solche Portale verbreiteten Informations- und Ergebnisse. Gesundheitsportalen wird von nachgedacht werden, Maßnahmen zur Austauschbedürfnissen entgegenkommen. den Befragten ein beachtliches Vertrauen Verbesserung der Qualität und Transparenz Ziel der Arbeit. Bislang liegen nahezu entgegengebracht wird. Die Ergebnisse von Gesundheitsportalen zu ergreifen. keine empirischen Befunde vor, in welcher lassen darauf schließen, dass die regelmäßige Weise die intensive Nutzung solcher Dienste Nutzung deutliche Folgen für das Arzt-Patient- Schlüsselwörter das Gesundheitshandeln beeinflusst. Im Verhältnis hat. Die Auswirkungen reichen von Gesundheitsportale · Gesundheitshandeln · Zuge dieser Studie wurden regelmäßige einem kompetenteren, reflektierteren und Arzt-Patient-Verhältnis · Gesundheitskommu- Nutzer*innen großer Gesundheitsportale kritischeren Umgang mit Ärzt*innen bis hin nikation u. a. zu ihren Motiven befragt und welche zu einem häufigeren Arztwechsel oder sogar Veränderungen des Arzt-Patient-Verhältnisses einer gänzlichen Abkehr von Ärzt*innen. How does the regular use of health portals change the behavior of patients?—Results of a survey study Abstract Background. Health portals offer the in the doctor–patient relationship they have respondents say that they often feel a lack of opportunity to obtain detailed information observed since their regular use. orientation and decision-making uncertainty about health and illness topics, to get further Materials and methods. In 2022, a total of after online research. advice, or to follow links to specialized 936 users from 13 major health portals were Conclusion. In the light of the results, new information portals. The high number of users interviewed anonymously using an online demands are placed on the doctor–patient in the online communities of the established survey. An independent sample t-test was relationship. Noncommercial health informa- health portals suggests that such portals meet used to determine significant differences tion portals should be further strengthened. widespread information and exchange needs. between two groups. Consideration should also be given to Objectives. So far, there are almost no Results. Respondents place considerable taking measures to improve the quality and empirical findings on the extent to which the trust in health portals. The results suggest transparency of health portals. intensive use of such services influences the that regular use has significant consequences health-related behavior of patients. In the for the doctor–patient relationship. Effects Keywords course of this study, regular users of large range from dealing with doctors in a more Healthcare websites · Health behavior · health portals were, among other things, competent, reflective, and critical manner to Physician–patient relationship · Health asked about their motives and what changes changing doctors more frequently or even communication turning away from doctors. In addition, many len ist lediglich ein nicht-kommerzielles DieMöglichkeit des Austauschesmit an- . Tab. 1). Auch der Austausch mit an- Angebot. deren Nutzer*innen oder medizinischen deren Nutzer*innen sowie die Vor- und Zu Anfang des Fragebogens wurden Expert*innen wird ebenfalls geschätzt. Nachbereitung von Arztbesuchen sind die Nutzer*innen gebeten, anzugeben, Anlässe, solche Portale zu nutzen. Frau- was ihnen bei einem Gesundheitspor- Nutzungsmotive en zeigen sich erheblich interessierter tal wichtig ist (vgl. Anhang, . Tab. 4). Es an einem Austausch mit anderen Nut- zeigt sich, dass die Befragten in erster Analog zur Erwartungsabfrage zeigt zer*innen als Männer und widmen sich Linie Wert auf schnelle, verlässliche In- sich, dass die schnelle, gezielte Informa- stärker der Gesundheitsvorsorge. Eben- formationen legen. Auch sollen Gesund- tionssuche nach Symptomen, Krankhei- falls bereiten sich Frauen mithilfe von heitsportale auch bei der Auswahl von ten, Medikamenten und Therapien die Gesundheitsportalen häufiger auf Arzt- Ärzt*innen und Krankenhäusern helfen. wichtigsten Nutzungsmotive sind (vgl. besuche vor. Männer hingegen geben Prävention und Gesundheitsförderung Originalarbeit Tab. 1 Motive der Nutzung vonGesundheitsportalen (Frage: AuswelchenGründen nutzen Sie gentliche Orientierungslosigkeit seit der Gesundheitsportale?) Inanspruchnahme von Gesundheitspor- Aussage Gesamt Männlich Weiblich talen bekunden, sich auffallend häufiger (N= 936) (n=373) (n=563) als nervös, besorgt und introspektiv % % % einschätzen als der Durchschnitt aller Um schnell Auskünfte über Krankheiten zu bekommen 78 74 80 Befragten (vgl. . Tab. 3). Um gezielt nach Informationen zu auftretenden Sympto- 68 55a 75a men zu suchen Ummichmit anderen Personen über ihre Erfahrungen 58 40a 70a Zusammenhänge zwischen und Ansichten auszutauschen Motiven und Wirkungen Ummich auf einen Arztbesuch vorzubereiten 51 35a 61a Im Zuge der Auswertung fallen erhebli- Ummich über Medikamente/Therapien zu informieren 45 53a 41a che Unterschiede zwischen bestimmten Um einen Arztbesuch nachzubereiten, z. B. um gezielt 45 40 49 Gruppen auf, die auf einen Zusammen- nach mehr Informationen zu einer vom Arzt diagnostizier- ten Krankheit zu suchen hang zwischen Nutzungsmotiven (vgl. Um nach allgemeinen Informationen zu suchen, wieman 38 19a 50a . Tab.1)undVerhaltensänderungen(vgl. gesund bleibt (Ernährung, Wellness, Beauty, Vorsorge etc.) . Tab. 2) hindeuten: Um Rat von Expert*innen zu erhalten (z. B. Einholen einer 37 35 39 4 Befragte, die Gesundheitsporta- zweitenMeinung) le nutzen, um sich mit anderen Um einen Arztbesuch zu vermeiden 32 43a 22a Nutzer*innen auszutauschen, be- Weil mir die Auskunft des Arztes oft nicht ausreicht 31 35 28 kunden in weit höherem Maße, dass Um Fachausdrücke zu verstehen, die z. B. der Arzt verwen- 29 27 30 sie seit der Nutzung von Gesund- det heitsportalen kritischer gegenüber Ummich über Ärzte, Kliniken oder andere Einrichtungen 24 24 24 Ärzt*innen sind als Personen mit zu informieren anderen Nutzungsmotiven (68% zu Um Bewertungen oder Feedback abzugeben 23 21 24 44%, p< 0,001). Bei Fragen der Kostenerstattung durch die Krankenkassen, 16 18 15 4 Befragte, die sich regelmäßig auf Ge- Zuschüsse, Abrechnung etc. sundheitsportalen überMedikamente Signifikanz: ap< 0,001 und Therapien informieren, stellen dem Arzt nach eigener Einschätzung mehr Fragen (61%) und können bes- in weit höherem Maße an, Gesund- der Nutzung von Gesundheitsportalen ser mit Beschwerden (57%) umgehen heitsportale zu nutzen, um Arztbesuche nun einen geringeren Stellenwert. Jeder als Personen mit anderen Nutzungs- zu vermeiden. Dritte bekundet infolge der Zuwendung motiven (mehr Fragen: 45%, besser Zweidrittel der Befragten geben an, zu Gesundheitswebseiten eine größere mit Beschwerden umgehen: 43%; den Informationen und Ratschlägen auf Wechselbereitschaft oder gar die häufi- p< 0,001). demGesundheitsportal ihrerWahl (sehr) gere Vermeidung von Arztbesuchen. 4 Ähnlich können Befragte, die Ge- starkzuvertrauen(vgl.Anhang,. Tab.5). Über 40% aller Männer geben an, sundheitsportale nutzen, um sich Weiterzeigt sich,dassmehralseinFünftel jetzt häufiger Arztbesuche zu vermeiden, auf einen Arztbesuch vorzubereiten, aller Befragtendie dort bezogenen Infor- hingegen jede vierte Frau. Ähnliches gilt den Arzt besser verstehen (81%) mationen nach eigener Aussage niemals für die Bereitschaft, den Arzt zu wech- und besser mit Beschwerden bzw. mittels anderer Quellen gegenprüft; et- seln. Auffällig ist die großeGruppe derer, Erkrankungen umgehen (60%) als wasmehr als ein Viertel tut diesmeistens die einräumen, seit der kontinuierlichen Befragte, die sich nicht entsprechend oder immer (vgl. Anhang, . Tab. 6). Nutzung von Gesundheitswebseiten ge- auf Arztbesuche vorbereiten (besser legentlich einenMangel an Orientierung verstehen: 55%, bessermit Beschwer- Veränderungen des Gesundheits- und Entscheidungsunsicherheit zu ver- den umgehen: 41%; p< 0,001). handelns spüren. 4 Befragte, die Gesundheitsportale nutzen, um Rat von medizinischen Seit die Befragten Gesundheitsportale Selbstcharakterisierung und Experten zu erhalten, gehen deutlich bzw. das Portal ihrer Wahl regelmäßig Verunsicherung häufiger nicht mehr zum Arzt als nutzen, konstatiert eine Mehrheit, nun Nutzer*innen mit anderen Motiven ein besseres und kritischeresVerständnis Dieser Befund lässt sich vertiefend be- (43% zu 26%, p< 0,001). Zudem für das Vorgehen des Arztes zu haben trachten, indem man einen Zusam- wird der Hausarzt von Personen, und diesem mehr Fragen zu stellen (vgl. menhang zu bestimmten Selbstcharak- die medizinischen Expertenrat über . Tab. 2). Ein beträchtlicher Teil der Be- terisierungsaussagen herstellt, die den Gesundheitsportale in Anspruch fragten ist allerdings auch der Meinung, Befragten vorgelegt wurden. Es zeigt nehmen, häufiger gewechselt (47% der Rat des Hausarztes habe aufgrund sich, dass diejenigen Personen, die gele- zu 22%, p< 0,001); der hausärztliche Prävention und Gesundheitsförderung Tab. 2 Subjektiv eingeschätzte Verhaltensänderungen seit der Nutzung vonGesundheitspor- und Probleme bei der Entscheidungsfin- talen. (Frage:AufgrundderNutzungvonGesundheitsportalen im Internet könnensicheinigeDin- dung zu haben. Dies kann als Hinweis ge verändern.WelchenAussagen stimmen Sie zu?Antwortkategorien „stimmevoll und ganz zu/ verstanden werden, dass die Online-Su- stimme eher zu“ zusammengefasst) che nach Symptomen,Krankheitsbildern Aussage Gesamt Männlich Weiblich (N= 936) (n= 373) (n= 563) undTherapien nicht zu unterschätzende % % % Risiken mit sich bringen kann. In dieser Weil ich mich über Gesundheitsportale informiere, kann 68 65 70 Hinsicht decken sich die Resultate mit ich den Arzt jetzt besser verstehen (z. B. Fachbegriffe, bestehenden Studien [3–6, 10, 15]. Diagnosen, Therapien etc.) Einige Befragungsergebnisse deuten Ich bin jetzt kritischer gegenüber Ärzt*innen 57 66a 51a darauf hin, dass eine Parallelität von be- Ich stelle dem Arzt jetzt mehr Fragen 53 53 53 stimmten Persönlichkeitseigenschaften Ich kann jetzt besser mit Beschwerden und/oder Erkran- 51 50 52 und einer im Zuge von Online-Ge- kungen umgehen sundheitsrecherchen bekundeten Ver- Ich lebe jetzt gesünder, weiß, worauf ich achtenmuss 44 35a 50a unsicherung besteht. In dieser Hinsicht Trotz der vielen Informationen, die es auf Gesundheitspor- 43 40 48 bestätigen die Befunde die wenigen exis- talen gibt, bin ich nach dem Lesen dieser Informationen tierenden Untersuchungen zum Thema, gelegentlich verwirrter, weiß nicht, welche Schlussfolge- wonachdie Recherche nach gesundheits- rungen ich daraus für mich ziehen soll bezogenen Informationen bei einem Teil Gelegentlich habe ich das Gefühl, dass Entscheidungen für 39 39 39 der Befragten unter bestimmten Voraus- mich schwieriger werden, weil ich eine Menge Informatio- nen auf Gesundheitsportalen recherchiere oder dort Rat setzungen tatsächliche hypochondrische einhole Ängste verstärken und negative Auswir- Der Rat meines Hausarztes ist für mich nicht mehr so wich- 38 45a 33a kungen auf das Gesundheitsverhalten tig wie früher, seit ich Gesundheitsportale nutze nach sich ziehen kann [7, 8, 14, 16]. Ich gehe häufig nicht mehr zum Arzt, da mir die Informa- 32 44a 24a Auf der anderen Seite sollte nicht unter- tionen auf Gesundheitsportalen oft alles bieten, was ich schätzt werden, dass ein erheblicher Teil brauche der Patienten von leicht zugänglichen Ich wechsele meine Ärzte jetzt häufiger 32 41a 25a Gesundheitsinformationen im Internet Signifikanz: ap< 0,001 profitiert – mit positiven Folgen etwa für die Compliance. Auch das zeigen die Tab. 3 Selbstcharakterisierungsaussagen. (Frage:Welchen der folgendenAussagen stimmen Resultate der Befragung. Sie zu? Antwortkategorien „stimmevoll und ganz zu/stimme eher zu“ zusammengefasst) Mit Blick auf die Implikationen für Aussage Gesamt Bin seit Nutzung das Gesundheitswesen bilanzieren Re- (N= 936) verwirrter (n=406) bitschek und Gigerenzer, dass gerade % % kommerzielle Gesundheitsportale die Ich horche oft in mich hinein 74 83 Voraussetzungen für die Vorbereitung Ich bin voller Lebensfreude 70 25 und Herbeiführung informierter Ent- Ich bin neugierig, erfahre gerne neue Dinge 67 35 scheidungen oftmals nicht erfüllen [12]. Manchmal mache ich mir Sorgen, ich könnte eine 58 72 Hierzu zählen u. a. wissenschaftliche schlimme Krankheit haben Fundiertheit und Aktualität, aber auch Ich bin jemand, der leicht nervös wird 42 56 Neutralität und Ausgewogenheit von Mich bringt nichts so leicht aus der Ruhe 37 28 Informationen, daneben die Diskussion von Vor- und Nachteilen diagnosti- scher und therapeutischer Optionen Rat ist ihrer Meinung nach nicht Verhältnis. Je nach Nutzungsmotiven, sowie Quellentransparenz [13, 19]. Aus mehr so wichtig wie früher (57% zu die gerade geschlechtsspezifisch un- diesem Grund wurde in den zurück- 27%, p< 0,001). terschiedlich ausfallen [3, 4], können liegenden Jahren in Deutschland ein Folgen ein reflektierterer und kritische- Nationales Gesundheitsportal aufge- Diskussion rer Umgang mit Ärzt*innen sein, jedoch setzt, das leicht auffindbar sein soll und auch ein häufigerer Arztwechsel oder Nutzer*innen evidenzbasierte, leicht Zusammenfassung eine gänzliche Abkehr von Ärzt*innen. verständliche Informationen zur Ver- Weitere Befunde sind eine oftmals nur fügung stellen soll. Befragungen unter Wie die Ergebnisse belegen, kann die geringe Gegenprüfung von vorgefunde- Haus- und Fachärzt*innen haben ge- häufige Inanspruchnahme von Gesund- nen Informationen und die beträchtli- zeigt, dass hier ein großer Bedarf für heitsportalen Veränderungen des Ge- che Zahl Befragter, die einräumen, seit das Gesundheitswesen wahrgenommen sundheitshandelns nach sich ziehen, der intensiven Nutzung von Gesund- wird [19]. Anders als bisherige nicht- etwa mit Blick auf das Arzt-Patient- heitsportalen orientierungsloser zu sein kommerzielle Portale hat das Nationale Prävention und Gesundheitsförderung Originalarbeit Gesundheitsportal den Vorteil, dass es solche Qualifikationsauskunft sollte [3], ist damit nicht beantwortet per Suchmaschinenrecherchebegünstigt vorgeschrieben werden. worden. wird. 4 Auch erscheint es ratsam, einheitli- 4 Es ist zu berücksichtigen, dass die Da in dieser Studie v. a. nach Verän- che Mindeststandards für bestimmte subjektive Einschätzung der Nut- derungen des Arzt-Patient-Verhältnisses Leistungen wie z.B. den medizini- zer*innen zu möglichen Verhal- gefragt wurde, betrifft eine weitere Im- schen Expertenrat vorzugeben und tensänderungen seit der Nutzung von plikation den ärztlichen Umgang mit zu definieren, welche Leistungen eine Gesundheitsportalen ermittelt wurde. internetinformierten Patient*innen [5]. Online-Beratung zu erbringen hat Unbewusste Veränderungen können Viele Ärzt*innen sind sich bereits be- und wo ihre Grenzen liegen. damit ebenso wenig erfasst werden wusst, dass ihre Patient*innen sich konti- 4 Um zu verhindern, dass Nut- wie mögliche Fehleinschätzungen. nuierlich im Internet über Gesundheits- zer*innen zur Preisgabe unzweck- und Krankheitsthemen informieren, mäßiger Daten verleitet werden, Schlussfolgerung und haben sich jüngeren Studien zu- sollten klare datenschutzrechtliche folge inzwischen auch auf die Gruppe Transparenzvorschriften gegenüber Die Studie hat gezeigt, dass die regel- von durch Online-Recherchen verun- den Portalbetreibern durchgesetzt mäßige Nutzung von Gesundheitsporta- sicherten Patient*innen eingestellt [16, werden. len durchaus beträchtliche Veränderun- 18, 20]. Dennoch fehlt es bislang an ei- 4 Eine Offenlegung, welche Interessen gen des Gesundheitshandelns von Nut- ner systematischen Adressierung dieses der Anbieter eines Gesundheitspor- zer*innenbewirkenkann, auchundgera- Rechercheverhaltens. Es sollte darüber tals verfolgt und von welcher Seite demitBlickaufdasArzt-Patient-Verhält- nachgedacht werden, in der täglichen er finanziert wird, erscheint erfor- nis. Einerseits können Patient*innen von Sprechstunde aktiv auf Online-Recher- derlich. Dies könnte in Form einer integrierten,qualitativhochwertigenund chen von Patient*innen einzugehen. erweiterten Impressumspflicht erfol- gut verständlichen Informationsangebo- Einerseits können dadurch Potenziale gen. ten sowie weiterführendem Rat profitie- und Risiken angesprochen und mögli- ren, andererseits besteht auch die klare chen Negativfolgen vorgebeugt werden. Stärken und Schwächen Gefahr steigender Desorientierung und Auf der anderen Seite lassen sich Ge- Verunsicherung. sundheitsrecherchen für die Förderung Mehrere methodische und inhaltliche der Arzt-Patient-Beziehung nutzen, da Einschränkungen sind bei der vorge- Fazit für die Praxis der Arzt durch aktives Eingehen auf die stellten Studie zu berücksichtigen: Recherchen des Patienten seine Wert- 4 Die begrenzte Fallzahl und die 4 Gesundheitsportale im Internet schätzung signalisiert. Folglich wäre zu selbstselektive Rekrutierung der bieten die Möglichkeit, sich aus- erwägen, die Anamnese um die Dimen- Nutzer*innen lassen keinen reprä- führlich über Gesundheits- und sion der (Online-)Informationssuche zu sentativen Anspruch der Ergebnisse Krankheitsthemen zu informieren, erweitern [18]. zu. weiterführendenRat einzuholenoder Angesichts der Wirkungen, die Ge- 4 Befragt wurden Nutzer*innen, die Verweisen zu anderen, spezialisier- sundheitsportale auf das Gesundheits- aufgrund ihres häufigen Aufenthalts ten Informationsportalen zu folgen. handeln haben können, wie auch ange- auf Gesundheitsseiten eine Affinität Inzwischen haben sich vielfach mit- sichtsdes enormenVertrauens,das ihnen zur Online-Recherche von Gesund- gliederstarke Health Communities entgegengebrachtwird, erscheint es drin- heitsthemen haben. Entsprechend ist herausgebildet. gendgeboten, dassPatient*innen sich ein anzunehmen, dass Gesundheitspor- 4 Bislang liegen nahezu keine empiri- realistisches Bild von den Möglichkeiten tale bei Personen mit niedrigerer schen Befunde vor, in welcher Weise und Grenzen dieser Angebote machen Nutzungsintensität einen geringeren die intensiveNutzung solcherDienste können. Dies erfordert allerdings nicht Einfluss auf das Gesundheitshandeln das Gesundheitshandeln beeinflusst. nur ein höheres Maß an Verbraucher- ausüben. Es stellt sich die Frage, 4 Die Ergebnisse belegen, dass die undMedienkompetenz [10, 13], sondern inwiefern eine „kritische Schwelle“ häufige Inanspruchnahme von Ge- auch eine bessere Regulierung der Ge- für Wirkungspotenziale existiert. sundheitsportalen Veränderungen sundheits- und Beratungsdienste im In- 4 Die Studie hat weniger das generelle des Gesundheitshandelns nach sich ternet: Rechercheverhalten von Verbrau- ziehen kann, etwa mit Blick auf das 4 Um die Verlässlichkeit von Infor- chern im Internet in den Blick Arzt-Patient-Verhältnis. mationen einzuschätzen, müssen genommen (z.B. Einstieg über eine Patient*innen wissen, welche Qua- Suchmaschine) als vielmehr den Korrespondenzadresse lifikation „Redaktionen“ bzw. me- „harten Kern“ der Nutzer*innen von dizinische Experten haben, deren Gesundheitsportal-Communities Dr. JulianWangler Rat man über Gesundheitsportale fokussiert. Die höchst bedeutsame Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie, in Anspruch nehmen kann. Eine Frage, wie Nutzer*innen üblicher- UniversitätsmedizinMainz Am Pulverturm 13, 55131Mainz, Deutschland weise auf Gesundheitsseiten gelangen julian.wangler@unimedizin-mainz.de Prävention und Gesundheitsförderung Funding. Open Access funding enabled and organi- Vertrauenszuschreibung Informationsprüfung zed by Projekt DEAL. Tab. 5 Vertrauenszuschreibung hinsicht- Tab. 6 PrüfungvonInformationen.(Frage: Einhaltung ethischer Richtlinien lich des amhäufigsten genutztenGesund- Wie ist das,wennSie sich aufeinemGesund- heitsportals. (Frage: Denken Sie jetzt an das heitsportal informiert oder Rat von einem Gesundheitsportal, das Sie amhäufigsten Experten geholt haben: Schlagen Sie an- Interessenkonflikt. J.Wangler undM. Jansky geben nutzen.Waswürden Sie sagen:Wie stark schließenddie Informationen zwecks Prü-an, dass kein Interessenkonflikt besteht. vertrauen Sie denmedizinischen Informa- fung auf einem Informationsportal wie z. B. Dieser Beitragbeinhaltet keine Studien anMenschen tionen undRatschlägen, die einemdort ge- Wikipedia oder einer anderenGesundheits- oder Tieren. Da es sich umeine anonymisierteNut- gebenwerden?) seite nach?) zer*innenbefragung in Foren von insgesamt13 gro- Abstufung Gesamt Männlich Weiblich Abstufung Gesamt Männlich Weiblich ßenGesundheitsportalen handelt und keinerlei Pa- (N=936) (n= 373) (n=563) (N=936) (n=373) (n=563) tient*innendaten erhobenbzw. klinische Tests durch- % % % % % % geführtwurden,war ein Ethikantrag laut den Statuten der Ethikkommissionder Landesärztekammer Rhein- Sehr stark 19 16 21 Ja, immer 5 8 4 land-Pfalz nicht erforderlich. Eher stark 46 42 48 Ja, meistes 23 24 22 Weniger 9 7 10 Ja, ge- 25 23 27 Anhang stark legent- Gar nicht 10 15 7 lich Erwartungen an Gesundheits- Weiß nicht 16 20 14 Nein, nie 22 12 27 portale bzw. keine Weiß nicht 25 33 20 Angabe bzw. keine Angabe Tab. 4 Erwartungen anGesundheitspor- tale. (Frage:Was ist Ihnen bei einemGe- sundheitsportal wichtig? Ausgewählte Items, Antwortkategorien „sehrwichtig/ eherwichtig“ zusammengefasst) Aussage Gesamt (N= 936) % Umfassende und tiefgehende 83 Informationen zu verschiedenen Gesundheits- und Krankheitsthe- men Dass möglichst aktuelle Informa- 80 tionen bereitgestelltwerden (z. B. neueste Forschungsergebnisse) Dass die Informationen aus 80 glaubwürdiger Quelle stammen, vertrauenswürdig sind Dass man sich mit anderen Nut- 75 zern über Gesundheit und Krank- heit austauschen kann Dass man sich an Experten wen- 75 den kann, die einen beraten Unterstützung bei der Auswahl 72 von Ärzten, Krankenhäusern etc. Dass man Fragen zu Gesundheit 64 und Krankheit schnell und unbü- rokratisch stellen kann Dass klar erkennbar ist, welcher 64 Anbieter hinter dem Gesund- heitsportal steht Schutz der persönlichen Daten 60 und Krankengeschichte Dass der Anbieter des Gesund- 21 heitsportals finanziell unabhän- gig ist Prävention und Gesundheitsförderung Originalarbeit Open Access.Dieser Artikelwird unter der Creative 11. Powell J, Inglis N, Ronnie J et al (2011) The CommonsNamensnennung4.0 International Lizenz characteristics and motivations of online health veröffentlicht, welche dieNutzung, Vervielfältigung, informationseekers. JMedInternetRes13:e20 Bearbeitung, VerbreitungundWiedergabe in jegli- 12. Rebitschek FG, Gigerenzer G (2020) Einschätzung chemMediumundFormat erlaubt, sofern Sie den/die der Qualität digitaler Gesundheitsangebote: Wie ursprünglichenAutor(en)unddieQuelle ordnungsge- können informierte Entscheidungen gefördert mäßnennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz werden?Bundesgesundheitsbl63:665–673 beifügenundangeben, obÄnderungen vorgenom- 13. Schaeffer D, Berens E-M, Weishaar H et al menwurden. (2017) Gesundheitskompetenz in Deutschland –Nationaler Aktionsplan. Public Health Forum Die in diesemArtikel enthaltenenBilder und sonstiges 25(1):13–15 Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten 14. Singh K, Brown RJ (2016) From headache to Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbil- tumour: An examination of health anxiety, health- dungslegendenichts anderes ergibt. Sofern das be- related Internetuseand ‘queryescalation. JHealth treffendeMaterial nicht unter der genanntenCreative Psychol21(9):2008–2020 Commons Lizenz steht unddie betreffendeHandlung 15. Starcevic V (2017) Cyberchondria: Challenges nicht nachgesetzlichenVorschriften erlaubt ist, ist für of problematic online searches for health- die oben aufgeführtenWeiterverwendungendesMa- related information. Psychother Psychosom terials die Einwilligungdes jeweiligen Rechteinhabers 86(3):129–133 einzuholen. 16. Wangler J, JanskyM (2019) Internetassoziierte Ge- sundheitsängste inderhausärztlichenVersorgung WeitereDetails zur Lizenz entnehmenSie bitte der – Ergebnisse einer Befragung unter Allgemein- Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/ medizinern in Hessen. Dtsch Med Wochenschr licenses/by/4.0/deed.de. 144(16):e102–e108 17. Wangler J, Jansky M (2017) Arztbewertungs- portale aus Sicht von Allgemeinmedizinern – Einschätzungen, Erfahrungen, Wirkungen. Z Allg Literatur Med93(5):216–220 18. Wangler J, Jansky M (2020) General Practitioners’ 1. 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